Premium-Immobilien: Angebot schrumpft, Preise sinken in den Top-7-Städten

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Foto: spuno - stock.adobe.com/Karl-Heinz Spremberg
Villen und Häuser in Hamburg an der Alster in Winterhude (Symbolbild).

Der Premium-Immobilienmarkt in den sieben größten deutschen Städten zeigt im zweiten Quartal 2026 ein uneinheitliches Bild. Während hochwertige Eigentumswohnungen trotz sinkenden Angebots gefragt bleiben, nimmt die Zurückhaltung bei Premiumhäusern zu. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt die Unterschiede.

Der Markt für Premium-Immobilien in den sieben größten deutschen Städten ist im zweiten Quartal 2026 von einem rückläufigen Angebot und sinkenden Preisen geprägt. Das zeigt eine Auswertung des Maklerunternehmens Dahler auf Basis von Angebots- und Nachfragedaten von ImmoScout24. Betrachtet wurden jeweils die teuersten zehn Prozent der angebotenen Eigentumswohnungen und Häuser.

Im Segment der Premium-Eigentumswohnungen sank die Zahl der inserierten Objekte gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,5 Prozent. Lediglich Hamburg verzeichnete mit 0,8 Prozent ein leichtes Angebotsplus. Besonders deutlich fiel der Rückgang in München mit 12,7 Prozent aus, gefolgt von Köln mit 11,4 Prozent und Stuttgart mit 7,4 Prozent.


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Auch die Angebotspreise gaben nach. Der Medianpreis lag bei 9.325 Euro je Quadratmeter und damit 6,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Den stärksten Preisrückgang verzeichnete Stuttgart mit 14,4 Prozent. Trotz eines Minus von 5,2 Prozent bleibt München mit 13.773 Euro je Quadratmeter der teuerste Markt unter den Top-7-Städten.

Premiumwohnungen und Premiumhäuser entwickeln sich unterschiedlich

Die Nachfrage nach Premiumwohnungen zeigte sich insgesamt stabil. Während Hamburg, Berlin und Stuttgart deutliche Zuwächse bei den Interessentenanfragen verzeichneten, ging das Kaufinteresse insbesondere in Frankfurt am Main und München zurück. Insgesamt blieb die Nachfrage gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert.

Im Premiumsegment der Häuser entwickelte sich der Markt schwächer. Das Angebot sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,4 Prozent. Nur Berlin verzeichnete ein Plus, während Stuttgart ein stabiles Angebotsniveau erreichte. Besonders stark fiel der Rückgang in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München aus.

Die Preise für Premiumhäuser gingen im Durchschnitt um 2,5 Prozent auf 10.151 Euro je Quadratmeter zurück. Frankfurt am Main und Hamburg bildeten mit steigenden Medianpreisen die Ausnahme. Den stärksten Preisrückgang verzeichnete München mit 18,2 Prozent, bleibt mit 13.102 Euro je Quadratmeter jedoch weiterhin der teuerste Markt.

Nachfrage nach Premiumhäusern geht deutlich zurück

Im Gegensatz zum Wohnungssegment nahm das Interesse an Premiumhäusern spürbar ab. Die Zahl der Interessentenanfragen sank in den Top-7-Städten insgesamt um 17,5 Prozent. Lediglich Stuttgart und Düsseldorf verzeichneten steigende Nachfragewerte, während insbesondere Köln, Berlin und Hamburg deutliche Rückgänge aufwiesen.

Björn Dahler, Gründer und Geschäftsführer von Dahler, ordnet die Entwicklung ein: „Der Rückgang beim Angebot zeigt uns, dass Verkäuferinnen und Verkäufer aktuell eher abwarten, statt ihre Immobilie zu inserieren. Gleichzeitig sehen wir bei den Preisen weiterhin eine Anpassung nach unten, vor allem bei Wohnungen. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern Ausdruck eines Marktes, der sich neu einpendelt. Auffällig ist der große Unterschied zwischen Wohnungen und Häusern: Während hochwertige Eigentumswohnungen trotz eines kleineren Angebots weiterhin auf ein stabiles Käuferinteresse treffen, beobachten wir bei Premiumhäusern deutlich mehr Zurückhaltung.“

Dahler weiter: „Städte wie Stuttgart oder Düsseldorf zeigen, wie unterschiedlich sich einzelne Segmente entwickeln können – dort steigt die Nachfrage nach Häusern teils kräftig, während sie andernorts zurückgeht. Das bestätigt unsere Beobachtung: Pauschale Aussagen zum Premiummarkt werden immer schwieriger. Entscheidend bleibt eine marktgerechte Preisgestaltung, die Qualität der Immobilie und eine erstklassige Lage.“


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