Honorarkonzept wächst und setzt auf hybride Vergütungsmodelle

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Foto: Honorarkonzept GmbH
Andreas Möller, Honorarkonzept: "Honorar-Finanzberatung muss nicht als Entweder-oder-Entscheidung verstanden werden."

Die HonorarKonzept GmbH hat sowohl beim Honorarvolumen als auch bei der Zahl der angeschlossenen Berater zulegt. Welche Entwicklungen Geschäftsführer Andreas Müller derzeit als besonders relevant einstuft.

Die Honorarkonzept GmbH hat ihr Honorarnetzwerk auf mehr als 4.000 Finanzberater ausgebaut, teilt das Unternehmen mit. Im ersten Halbjahr 2026 verarbeitete der Servicedienstleister nach eigenen Angaben Honorare in Höhe von rund 16,8 Millionen Euro für seine angeschlossenen Partner. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um 17 Prozent.

Nach Einschätzung von Geschäftsführer Andreas Müller befindet sich der Beratungsmarkt in einem strukturellen Wandel. Steigende Anforderungen an Transparenz, eine intensivere Regulierung und veränderte Erwartungen der Kunden führten dazu, dass sich immer mehr Berater mit alternativen Vergütungsmodellen beschäftigten.


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Vor diesem Hintergrund sieht Honorarkonzept die Honorarberatung als Möglichkeit, Beratungs-, Service- und Betreuungsleistungen unabhängig von einzelnen Produktabschlüssen zu vergüten. Der Fokus verschiebe sich dadurch stärker auf Analyse, Strategieentwicklung, laufende Betreuung und regelmäßige Überprüfungen der Kundenportfolios.

Hinzu kommen regulatorische Entwicklungen. Kunden achten demnach zunehmend auf Transparenz und vergleichen Kosten stärker als in der Vergangenheit. Gleichzeitig rücken Vermittlungsvergütungen durch die verstärkte Wohlverhaltensaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht stärker in den Fokus. Transparente Honorarmodelle könnten dazu beitragen, den Wert der Beratungsleistung nachvollziehbar darzustellen.

Großteil hybride Vergütungsmodelle

Nach Angaben von Honorarkonzept arbeitet inzwischen ein Großteil der angeschlossenen Berater mit hybriden Vergütungsmodellen. Provisionen werden dort eingesetzt, wo sie sich anbieten, während Beratungs-, Service- oder Betreuungsleistungen auf Honorarbasis vergütet werden. „Honorar-Finanzberatung muss nicht als Entweder-oder-Entscheidung verstanden werden. Provisionssystem und Honorar-Finanzberatung haben beide ihre Berechtigung und können im Markt nebeneinander bestehen“, so Müller.

Er sieht darin keinen Gegensatz zur klassischen Vermittlung: „Die Frage lautet daher nicht, ob Honorar-Finanzberatung das bestehende Geschäft ersetzen soll. Die richtige Frage lautet vielmehr: Welche Teile meines Geschäfts gewinnen an Qualität, Stabilität und Zukunftsfähigkeit, wenn ich sie honorarbasiert anbiete?“


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