Investment-Experten kritisieren Provisionsberatung

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Das schlechte Abschneiden von Hedge-Fonds- und Private Equity-Managern sei der öffentlichen Kritik an deren Produkten und Methoden geschuldet, die sich auf systemische Risiken und destabilisierende Wirkungen für Volkswirtschaften bezieht. Die „Heuschrecken“-Analogie fand in den letzten Jahren auch außerhalb Deutschlands Widerhall.

Harte Kritik stellen die Umfrage-Ergebnisse für Aufsichtsräte dar. Lediglich 17 Prozent der deutschen Studienteilnehmer halten die Kontroll-Gremien im dualen System der deutschen Unternehmensverfassung für wirklich unabhängig vom Vorstand. 48 Prozent sehen dagegen in der mangelnden Kompetenz und Unabhängigkeit der hiesigen Aufsichträte wesentliche Besorgnisse für den Finanzplatz Deutschland.

Dort scheinen, neben dem Wunsch nach verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen, auch Reputationsschäden im Gefolge zahlreicher Rechtsfälle auf der Ebene der Dax-Unternehmen nachzuwirken, so das CFA. Zu diesem Kritikpunkt gaben die Umfrageteilnehmer ergänzend 44 ausführliche Kommentare ab – mehr als zu jedem anderen Thema innerhalb der Studie.

Konsequenzen auf das Anlageverhalten

Mit Blick auf die Anlagebereitschaft in deutsche Wertpapiere zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den Ergebnissen der Befragten innerhalb und außerhalb Deutschlands: 84 Prozent der Deutschen würden „sehr wahrscheinlich“ oder „wahrscheinlich“ ein Investment in Deutschland empfehlen. Bei den internationalen Studienteilnehmern sind es nur 57 Prozent. Als Hauptgründe wurden die Aufsichtsratsstrukturen in Deutschland, mangelnde Transparenz sowie unzureichende Umsetzung der Regeln für Unternehmensleitung und -überwachung (Corporate Governance) genannt. (hb)

Foto: Shutterstock

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