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SpaceX-Aktie im Höhenflug: Sollte man jetzt noch auf den Raketenzug aufspringen?

SpaceX
Foto: stock.adobe.com/monticellllo
Nach dem historischen SpaceX-Börsengang steht die Aktie über zwei Billionen Dollar. Experten mahnen wegen hoher Risiken zur Vorsicht.

Der Börsengang von SpaceX bricht Rekorde und treibt die Marktkapitalisierung über die Marke von zwei Billionen Dollar. Während Privatanleger auf weitere Kursgewinne hoffen, warnen Analysten vor der extremen Bewertung und hohen Verlusten in der KI-Sparte. Welche Chancen und Risiken Vermittler jetzt für ihre Kunden abwägen müssen.

Der größte Börsengang der Geschichte hält die Wall Street in Atem. Nach dem fulminanten Start am Freitag setzt die SpaceX-Aktie (SPCX) ihren Höhenflug fort und klettert auch am zweiten Handelstag zweistellig nach oben. Die Marktkapitalisierung hat die magische Grenze von 2 Billionen US-Dollar durchbrochen. Doch während die FOMO (Angst, etwas zu verpassen) bei Privatanlegern wächst, mahnen Experten zur Vorsicht. Lohnt sich der Einstieg jetzt noch?


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Das Argument für den Einstieg: Die ultimative Monopol-Story

Wer jetzt kauft, investiert nicht einfach in ein Raumfahrtunternehmen – er kauft ein gigantisches Ökosystem. SpaceX vereint drei extreme Wachstumstreiber unter einem Dach, die den aktuellen Kursanstieg fundamental untermauern:

  • Die Cash Machine Starlink: Mit über 10 Millionen Abonnenten weltweit ist das Satelliten-Internet längst profitabel und wächst rasant. Es bildet das finanzielle Rückgrat des Konzerns.
  • Das KI-Powerhouse (xAI-Fusion): Durch die vollständige Integration von Elon Musks KI-Schmiede xAI (inklusive der KI „Grok“) im Mai hat sich SpaceX zu einem der am besten ausgestatteten Tech-Konzerne gewandelt. Fast 60 % der Investitionsausgaben fließen in die KI-Infrastruktur – SpaceX nutzt Satellitendaten und autonome Systeme für ein KI-Netzwerk, das im Orbit seinesgleichen sucht.
  • Militär- und Staatsaufträge: Mit einem Auftragsbestand von über 22 Milliarden US-Dollar von Regierungen und der NASA (u. a. für das Starship-Programm) hat das Unternehmen extrem verlässliche Einnahmen.

Fazit für Optimisten: SpaceX verdrängt Konzerne wie Tesla oder Meta aus dem Fokus der Anleger. Wenn sich das KI-Segment und die Starship-Kommerzialisierung wie geplant entwickeln, könnten die aktuellen Kurse rückblickend sogar günstig wirken.

Das Argument gegen den Einstieg: Die fundamentale Schwerkraft

Trotz aller Euphorie gibt es an der Wall Street gewichtige Stimmen, die vor einer massiven Blasenbildung warnen. Die Risiken sind so gigantisch wie die Raketen des Unternehmens:

  • Extreme Bewertung: Schon beim Ausgabepreis von 135 US-Dollar war SpaceX mit dem rund 100-fachen des Jahresumsatzes von 2025 bewertet. Nach dem zweistelligen Kurssprung am zweiten Handelstag ist diese Bewertung noch ambitionierter. Zum Vergleich: Das Analysehaus Morningstar bezifferte den fairen Wert vor dem IPO auf rund 780 Milliarden Dollar – die Aktie wird also weit mehr als doppelt so hoch gehandelt wie von Analysten nüchtern berechnet.
  • Tiefrote Zahlen auf Konzernebene: Während die Raketenstarts und Starlink operativ Geld abwerfen, verbrennt die KI-Sparte Unmengen an Kapital. Im ersten Quartal 2026 verbuchte SpaceX einen Nettoverlust nach GAAP von rund 4,3 Milliarden US-Dollar.
  • Das „Key-Man-Risk“ Elon Musk: Der Erfolg steht und fällt mit der Person Elon Musk. Seine politischen Engagements, rechtliche Streitigkeiten (allein die xAI-Integration zieht laufende Verfahren in Höhe von über 530 Millionen Dollar nach sich) und seine unberechenbare Social-Media-Präsenz sind offizielle Risikofaktoren im Börsenprospekt.

Redaktionelle Empfehlung: Was sollten Anleger tun?

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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