Der Finanzvertrieb MLP hat im ersten Halbjahr 2026 seine Gesamterlöse auf einen Rekordwert von 583 Millionen Euro gesteigert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von zehn Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 41 Prozent auf 60,4 Millionen Euro zu. Besonders stark fiel die Entwicklung im zweiten Quartal aus, in dem das Ebit auf 19,1 Millionen Euro stieg, nach 4,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal, so die Mitteilung des Unternehmens.
Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten die Leistungsbereiche Absicherung und Vermögen. Die Erlöse im Bereich Absicherung erhöhten sich um zwölf Prozent auf 155 Millionen Euro. Ausschlaggebend war vor allem das weiter wachsende Sachversicherungsgeschäft mit Firmen- und Privatkunden. Im Leistungsbereich Vermögen stiegen die Erlöse um elf Prozent auf 270 Millionen Euro. Hier wirkten sich sowohl das höhere betreute Vermögen als auch erfolgsabhängige Vergütungen positiv aus. Auch der Bereich Vorsorge entwickelte sich mit einem Erlösplus von drei Prozent auf 133 Millionen Euro positiv.
„Der Erfolg der MLP Gruppe ist vor allem das Ergebnis der kontinuierlichen und sehr gezielten Weiterentwicklung der vergangenen Jahre. Wir haben das Unternehmen deutlich breiter aufgestellt und die einzelnen Bereiche strategisch so miteinander verzahnt, dass sie sich gegenseitig verstärken. Gleichzeitig haben wir in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Ausbildung, Qualität und Innovationen weiter investiert. Und unsere Digitalstrategie mit Fokus auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz setzen wir in der gesamten MLP Gruppe mit hoher Geschwindigkeit und zugleich stets verantwortungsbewusst um“, sagt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP SE.
Bestandskennzahlen erreichen neue Höchststände
Neben den Erträgen legten auch die zentralen Bestandskennzahlen weiter zu. Das betreute Vermögen stieg zum 30. Juni 2026 auf 68,8 Milliarden Euro nach 65,9 Milliarden Euro zum Jahresende 2025. Das verwaltete Prämienvolumen in der Sachversicherung erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 809 Millionen Euro auf 865 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt MLP seine Prognose eines Ebit zwischen 100 Millionen und 110 Millionen Euro. Gleichzeitig hält das Unternehmen an seiner Mittelfristplanung bis 2028 fest. Dann soll das Ebit zwischen 140 Millionen und 155 Millionen Euro liegen, bei Gesamterlösen von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro. Wachstum erwartet MLP insbesondere durch die weitere Erschließung des Familienkundengeschäfts, den Ausbau des Firmenkundensegments sowie den Multi-Asset-Ansatz für institutionelle und vermögende Privatkunden. Erfolgsabhängige Vergütungen bei der Marke Feri sind dabei sowohl in der Prognose als auch in der Planung nur in geringem Umfang berücksichtigt.












