Ökoworld Foundation wird Mehrheitsaktionärin der Ökoworld AG

Dr. Oliver Pfeil, Ökoworld
Foto: Ökoworld
Dr. Oliver Pfeil, Ökoworld: „Die Stiftung als Mehrheitsaktionärin gibt uns genau die Stabilität, die wir in einer Phase der Transformation brauchen."

Die Ökoworld Foundation übernimmt die Mehrheit der Stammaktien der Ökoworld AG. Gründer und Aktionäre der ersten Stunde haben ihre Anteile auf die neu gegründete gemeinnützige Stiftung übertragen. Was das für das Unternehmen und die Gesellschaft bedeutet.

Die Ökoworld Foundation ist ab sofort mehrheitlich stimmberechtigte Stammaktionärin der Ökoworld AG. Mehr als 50 Prozent der Stammaktien wurden von bisherigen Gründer- und Stammaktionären auf die neu gegründete gemeinnützige Stiftung übertragen. Damit ist der Übertragungsprozess, der bereits im Dezember 2025 angekündigt worden war, formal abgeschlossen.

Zu den Stifterinnen und Stiftern zählen die Ökoworld-Mitgründer Klaus Odenthal und Angelika Grote sowie Aktionärinnen und Aktionäre der ersten Stunde wie Helga Nissen und Frank Kittel. Weitere Stammaktionäre und Familien haben sich ebenfalls beteiligt. Die Beteiligten verbinden mit dem Schritt ein generationenübergreifendes Signal: Das Unternehmen soll stabil verankert und langfristig ausgerichtet bleiben.


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Mitgründer Klaus Odenthal ordnet den Vorgang ein: „Der Eigentumsübertrag ist weit mehr als ein formaler Akt. Er ist unser verbindliches Versprechen an die Zukunft. Mit der Ökoworld Foundation als bestimmender Großaktionärin stellen wir die Unabhängigkeit der ÖKOWORLD-Gruppe sicher. Ihr Kapital und ihre Erträge sollen langfristig dort wirken, wo sie gebraucht werden: in der Bildung, der Wissenschaft, bei der Stärkung der Demokratie und beim Klimaschutz. Ein Großteil der Erträge von ÖKOWORLD kommt damit der gesamten Zivilgesellschaft zugute.“

Gemeinnützige Stiftung als Ankeraktionärin

Dr. Hermann Falk, Aufsichtsratsvorsitzender der Ökoworld AG, sieht in dem Schritt einen Beleg dafür, dass Kapitalmarktpräsenz und gemeinnützige Verantwortung kein Widerspruch sein müssen: „Erneut setzt unser Unternehmen den Goldstandard für die Versöhnung von Kapital und Allgemeinwohl.“

Vorstandsvorsitzender Dr. Oliver Pfeil betont die operative Bedeutung der neuen Eigentümerstruktur: „Die Stiftung als Mehrheitsaktionärin gibt uns genau die Stabilität, die wir in einer Phase der Transformation brauchen. Sie ermöglicht uns damit, unser Geschäftsmodell konsequent weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens dauerhaft gesellschaftliche Wirkung entfaltet.“

Die Dividenden, die aus der Beteiligung der Stiftung an der Ökoworld AG resultieren, werden künftig in gemeinnützige Projekte fließen. Darüber hinaus nimmt die Stiftung auch Spenden von Dritten an, um ihre Zwecke zusätzlich zu unterstützen.

Förderschwerpunkte reichen von Finanzbildung bis Klimaschutz

Zu den Kernbereichen der Ökoworld Foundation gehören Bildung, Wissenschaft und Forschung, mit einem besonderen Fokus auf ethischer Geldanlage. Hinzu kommen die Stärkung der liberalen Demokratie sowie die Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft. Die Stiftung engagiert sich zudem in der Entwicklungszusammenarbeit, im Natur- und Klimaschutz sowie bei der Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements.

Die Kapitalstruktur der Ökoworld AG bleibt durch den Übertrag unverändert. Das Grundkapital ist weiterhin aufgeteilt in 3.950.000 nicht börsennotierte Stammaktien und 3.050.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien.

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