Rentenpunkt 2026: Aktueller Rentenwert steigt auf 42,52 Euro

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Foto: Picture-Alliance
Sitz der Deutschen Rentenversicherung in Berlin

Die Rentenanpassung 2026 steht fest: Der Rentenwert steigt zum 1. Juli auf 42,52 Euro - ein Plus von 4,24 Prozent für rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Was der Rentenpunkt 2026 wert ist, wie er berechnet wird und was er rechnerisch kostet, zeigt der Überblick.

Der Rentenpunkt 2026 steigt zum 1. Juli von 40,79 auf 42,52 Euro brutto im Monat. Der Bundesrat stimmte der zugrunde liegenden Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 am 12. Juni zu. Sechs Tage später erschien die Verordnung im Bundesgesetzblatt. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund kommt die Rentenanpassung 2026 um 4,24 Prozent rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland zugute.

„Die Rentenanpassung zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent ist eine gute Nachricht für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland“, sagt Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist Stabilität ein hohes Gut.“

Was der Rentenpunkt 2026 wert ist und wie er berechnet wird

Die zentrale Rechengröße der gesetzlichen Rentenversicherung ist der aktuelle Rentenwert. Dieser legt fest, wie viel ein einzelner Entgeltpunkt - im allgemeinen Sprachgebrauch Rentenpunkt genannt - an monatlicher Bruttorente erbringt. Einen vollen Punkt erhält, wer innerhalb eines Kalenderjahres genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten erzielt und davon Pflichtbeiträge entrichtet. Bei höherem Verdienst fällt der Punktwert entsprechend größer aus, bei niedrigerem Verdienst entsprechend kleiner. Multipliziert man die Gesamtzahl der Entgeltpunkte mit dem aktuellen Rentenwert, ergibt sich die monatliche Bruttorente. Der Rentenwert von 42,52 Euro gilt dabei - wie seit der vollständigen Angleichung von Ost und West im Jahr 2023 - bundesweit einheitlich.

Warum die Rentenanpassung 2026 stärker ausfällt als prognostiziert

Noch im Dezember 2025 ging die Rentenversicherung von einem Plus von 3,73 Prozent aus. Der letztlich höhere Wert von 4,24 Prozent resultiert aus einer günstigeren Lohnentwicklung 2025 als zunächst angenommen. Roßbach ordnet den höheren Wert so ein: „Damit erfüllen wir erneut ein zentrales Leistungsversprechen der gesetzlichen Rentenversicherung: Die Renten folgen den Löhnen.“

Was die Rentenerhöhung 2026 für Rentnerinnen und Rentner bedeutet

Wie stark sich der neue Rentenpunkt 2026 im Portemonnaie bemerkbar macht, hängt von der individuellen Zahl der Entgeltpunkte ab. Ein Standardrentner mit 45 Beitragsjahren und Durchschnittsverdienst erhält durch die Anpassung laut Rentenversicherung 77,85 Euro mehr im Monat. Gleichzeitig verharrt das Rentenniveau vor Steuern bei 48,0 Prozent. Diese gesetzlich verankerte Haltelinie von 48 Prozent ist bis zum Jahr 2031 festgeschrieben. Der Rentenservice der Deutschen Post AG versendet die Anpassungsmitteilungen an Bestandsrentner voraussichtlich in der Zeit vom 13. Juni bis zum 24. Juli 2026.


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Überblick über die Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026

Bereits am 8. Oktober 2025 verabschiedete das Bundeskabinett zusätzlich zum Rentenwert die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026. Grundlage ist eine bundesweite Lohnentwicklung 2024 von 5,16 Prozent. Die Werte bestimmen unter anderem das Durchschnittsentgelt, an dem sich der Erwerb eines vollen Entgeltpunkts bemisst, sowie die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung.

KennzahlWert 2026
Beitragssatz allgemeine Rentenversicherung18,6 Prozent
Vorläufiges Durchschnittsentgelt51.944 Euro/Jahr
Beitragsbemessungsgrenze (Monat)8.450 Euro
Beitragsbemessungsgrenze (Jahr)101.400 Euro
Bezugsgröße (Monat)3.955 Euro
Bezugsgröße (Jahr)47.460 Euro
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Deutsche Rentenversicherung Bund, Rentenversicherungs-Beitragssatzbekanntmachung 2026

Was ein zusätzlicher Rentenpunkt 2026 kostet

Rechnerisch ergibt sich der Wert eines vollen Entgeltpunkts 2026 aus der Verbindung von Beitragssatz und Durchschnittsentgelt: 18,6 Prozent von 51.944 Euro entsprechen rund 9.661,58 Euro. Diese Summe markiert die Beitragshöhe, die ein Beschäftigter mit Durchschnittsverdienst innerhalb eines Jahres aufbringen muss, um einen vollen Rentenpunkt 2026 zu erwerben. Es handelt sich dabei um eine Rechengröße, nicht um einen gesondert zu zahlenden Betrag.

Daneben gibt es eine zweite Variante: den freiwilligen Ausgleich von Rentenabschlägen. Wer vor der Regelaltersgrenze in die Altersrente geht, nimmt pro Monat des vorgezogenen Rentenbeginns einen Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf. Versicherte haben ab dem 50. Lebensjahr die Möglichkeit, bei der Deutschen Rentenversicherung mit dem Formular V0210 anzufragen, in welcher Höhe eine Ausgleichszahlung erforderlich wäre, um diese Abschläge zu kompensieren.

Rentenpunkt kaufen: Das Wichtigste in Kürze

Versicherte können ab dem 50. Lebensjahr über das Formular V0210 einen Auskunftsantrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen. Damit lassen sich Abschläge ausgleichen, die bei vorzeitigem Rentenbeginn entstehen und sich auf 0,3 Prozent je Monat vor der Regelaltersgrenze belaufen. Der rechnerische Preis für einen vollen Entgeltpunkt beläuft sich 2026 auf etwa 9.661,58 Euro. Diese Zahl beruht auf einer eigenen Berechnung aus Beitragssatz und Durchschnittsentgelt, nicht auf einer Angabe der Rentenversicherung oder des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die individuelle Ausgleichssumme hängt vom gewünschten Rentenbeginn ab; die Rentenversicherung berechnet sie im Einzelfall.

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