Samsung Electronics hat im dritten Quartal einen Rekordgewinn erzielt, dennoch reagierte die Samsung-Aktie mit Kursverlusten. Der Betriebsgewinn des südkoreanischen Technologiekonzerns kletterte binnen eines Jahres auf 107,4 Billionen Won, umgerechnet rund 72 Milliarden Euro - etwa das Neunfache des Vorjahreswerts. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor, über die die Nachrichtenagentur dpa berichtete.
Der Umsatz lag im selben Zeitraum bei umgerechnet gut 131 Milliarden Euro. Zusätzlich plant das Unternehmen, rund 20 Milliarden Euro als Dividende an die Aktionäre auszuschütten.
Warum die Samsung-Aktie trotz Rekordzahlen fällt
Trotz der historischen Bilanz blieben die Samsung-Quartalszahlen hinter den Erwartungen der Anleger zurück. Nach Bekanntgabe der Bilanz gab der Kurs zunächst um mehr als vier Prozent nach.
| Kennzahl | Drittes Quartal |
|---|---|
| Betriebsgewinn | 107,4 Billionen Won (rund 72 Milliarden Euro) |
| Veränderung zum Vorjahr | etwa verneunfacht |
| Umsatz | rund 131 Milliarden Euro |
| Angekündigte Dividende | rund 20 Milliarden Euro |
Samsung und SK Hynix rechnen mit anhaltend hoher Chip-Nachfrage
Als weltgrößter Hersteller von Speicherchips profitiert Samsung erheblich vom Ausbau der globalen KI-Infrastruktur. Die starke Nachfrage nach leistungsfähigen Chips lässt die Preise steigen und sorgt gleichzeitig für knappe Fertigungskapazitäten. Der Konzern geht davon aus, dass die Chip-Nachfrage das verfügbare Angebot auch im kommenden Jahr spürbar übertreffen wird.
Der Branchenrivale SK Hynix präsentierte zuletzt ebenfalls kräftige Zahlen und blickt optimistisch auf die kommenden Quartale. Anleger, die sich für die Samsung-Aktie interessieren, beobachten deshalb meist auch die SK-Hynix-Aktie, da beide Hersteller stark vom selben Trend profitieren.
KI-Rechenzentren treiben die Nachfrage nach HBM-Chips
Getrieben wird der Boom der Speicherchip-Branche vor allem vom anhaltenden Hype um Künstliche Intelligenz. Der schnelle Aufbau neuer KI-Rechenzentren benötigt enorme Mengen an IT-Hardware, darunter auch Speicherchips. Besonders gefragt sind dabei schnelle HBM-Chips, auch bekannt als High Bandwidth Memory. Insgesamt haben sich Speicherchips zuletzt deutlich verteuert.















