Schiffsmärkte 2017: Silberstreif trotz „Negativ-Rekorde“?

Dementsprechend begannen die Raten das Jahr 2016 auf niedrigen Niveaus. Die kleinen 1.100 TEU-Frachter schienen dabei noch am besten verdient zu haben. Mit der Einweihung der neuen Schleusentore des Panamakanals kam für die 4.250-TEU-Typen der Bedeutungsverlust hinzu.

„Ältere“ Panamax-Typen als Verlierer

Erstmalig sanken die Raten dieser Schiffe unter 5.000 US-Dollar pro Tag. Um dies kurz einzuordnen: Bei weniger als 5.000 US-Dollar pro Tag kann im Branchendurchschnitt keine Rede mehr von einer Deckung der Betriebskosten für diese Schiffsgröße sein.

Die Eigner dieser „älteren“ Panamax-Typen begannen scharenweise, ihre Schiffe zum Abbruch zu verkaufen. Darunter waren erstmals Einheiten, die weniger als zehn Jahre alt waren.

In diesen Sog gerieten auch die Raten der Typen mit einer nominalen Kapazität von 3.500 TEU. Durch Rekordverschrottungen und verzögerte Ablieferungen ist die Flotte im Jahr 2016 letztlich nur um 1,6 Prozent angestiegen. Doch auch dies war zu viel für das anämische Nachfragewachstum (2016: rund 0,5 bis 1,0 Prozent, gemäß Schätzung ISL).

Ausgangslage 2017

Zu Beginn des Jahres 2017 stellt sich die Ausgangslage der Containerschifffahrt wie folgt dar: Das ISL in Bremen rechnet basierend auf den solideren Welthandelsprognosen des IWF für das Jahr 2017 mit einem Anstieg des weltweiten Containerumschlags in einer Bandbreite von zwei bis drei Prozent

In den IWF-Prognosen aus dem Januar 2017 scheint allerdings noch nicht berücksichtigt zu sein, welche Auswirkungen die Pläne des amerikanischen Präsidenten, Amerika wieder großartig zu machen, auf den Welthandel haben könnten.

Seite drei: Silberstreif in Sicht?


Mehr zum Thema Schiffsfonds:

Schifffahrtskrise: Eine ganz bittere Pille

Schiffskredite verstärken Schieflage bei Bremer Landesbank

1 2 3Startseite
Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments