Hornbach steigert Umsatz – Höhere Kosten belasten Gewinn

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Symbolbild

Anders als Konkurrent Hellweg, der am Dienstag Insolvenz angemeldet hat, meldet der Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach solide Zahlen und ist mit mehr Umsatz ins Geschäftsjahr 2026/27 gestartet. Dabei profitierte der Konzern vor allem von der guten Entwicklung der Bau- und Gartenmärkte im europäischen Ausland.

Operativ verdiente Hornbach Holding wegen gestiegener Kosten aber etwas weniger als ein Jahr zuvor. Das Management sieht das Unternehmen mit Blick auf seine Jahresprognose jedoch „auf einem guten Weg“. Bei den Anlegern kam das gut an. Für die im Kleinwerteindex SDax gelistete Aktie ging es am Morgen um rund zwei Prozent auf 79 Euro nach oben. Seit Jahresbeginn hat sie jedoch fast sechs Prozent an Wert verloren.


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Aus Sicht von Analyst Volker Bosse von der Baader Bank hat Hornbach ein durchwachsenes erstes Geschäftsquartal hinter sich. Das Umsatzwachstum sei dank des im Vergleich zu Deutschland besseren Auslandsgeschäfts solide und liege über seiner Erwartung. Auch das Bruttoergebnis habe zugelegt. Derweil habe das gesunkene bereinigte operative Ergebnis (Ebit) seine Schätzung verfehlt.

In den drei Monaten bis Ende Mai stieg Hornbachs Umsatz im Jahresvergleich um fast fünf Prozent auf rund zwei Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel indessen leicht um 0,5 Prozent auf 161 Millionen Euro. Als Grund nannte der Konzern gestiegene Personalkosten vor allem wegen der Eröffnung neuer Märkte sowie wegen Betriebskosten etwa für Instandhaltung und IT-Infrastruktur. Die bereinigte operative Marge schrumpfte von 8,5 auf 8,0 Prozent.

5,7 Prozent weniger verdient als im Vorjahr

Unter dem Strich verdiente Hornbach nach Anteilen Dritter 99,8 Millionen Euro und damit 5,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zurückzuführen sei dies vor allem auf höhere Zinsaufwendungen sowie negative Währungseffekte, hieß es.

An seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 hält der Konzern fest. Den Umsatz erwartet das Management weiter etwa auf dem Vorjahreswert von 6,4 Milliarden Euro oder leicht darüber. Für den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (Ebit) stellt er ein in etwa stabiles Ergebnis in Aussicht. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen einen bereinigten operativen Gewinn von knapp 265 Millionen Euro erzielt. (dpa-AFX)


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