Zeckenbiss und Invalidität: Wann greift die Unfallversicherung?

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Zecken sind klein, lautlos und potenziell gefährlich.

Zecken übertragen FSME und Borreliose, beides Krankheiten, die im schlimmsten Fall zu dauerhaften Gesundheitsschäden bis hin zur Invalidität führen können. In den Sommermonaten ist das Risiko eines Bisses besonders hoch. Was beim Biss zu tun ist und wann die Unfallversicherung einspringt.

Zecken sind klein, lautlos und potenziell gefährlich. Mit FSME – einer schweren Form der Hirnhautentzündung – und Borreliose können sie Krankheiten übertragen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verlaufen. Milde Winter und steigende Temperaturen sorgen dafür, dass die Parasiten immer früher im Jahr aktiv werden. Besonders im Sommer, wenn Ausflüge ins Grüne, Gartenarbeit und Freizeitaktivitäten im Freien zunehmen, steigt das Risiko für Bisse. Bevorzugte Lebensräume der Zecken sind Gebüsch, lichtes Unterholz, Waldränder und hohes Gras.


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Besonders tückisch ist, dass sich der winzige Parasit oft unbemerkt festsetzt. Beim Menschen sucht er bevorzugt Achselhöhlen, Leistengegend, Kniebeugen, Bauchnabel und Haaransatz auf. Dort durchstechen Zecken die Haut und saugen sich fest. Das dabei injizierte Sekret wirkt gerinnungshemmend und betäubend – bis eine Zecke satt ist, können mehrere Tage vergehen.

Zecke entfernt: Was nach dem Biss zu tun ist

Krankheitserreger werden meist nicht unmittelbar nach dem Biss, sondern oft erst Stunden später übertragen. Eine gezielte Körpersuche nach einem Aufenthalt im Freien ist deshalb sinnvoll. Experten empfehlen, den Parasiten mit einer Pinzette oder Zeckenzange möglichst hautnah zu fassen und ihn mit möglichst wenig Druck herauszudrehen – dabei darf der Kopf nicht steckenbleiben. Von Hausmitteln wie Klebstoff oder Öl raten Fachleute ab: Sie helfen nicht, sondern können kontraproduktiv sein, weil die Zecke im Todeskampf vermehrt Erreger in die Wunde abgibt.

Gegen FSME schützt eine Impfung. Vor Borreliose hingegen gibt es keinen Impfschutz. Die HUK-Coburg Versicherung warnt: Die Bakterieninfektion kann zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen, im Extremfall bis zur Invalidität. Die Einstichstelle sollte daher rund vier Wochen beobachtet werden. Zeigen sich rote Flecken, ist ein Arztbesuch geboten.

Unfallversicherung: Nicht jeder Vertrag deckt Zeckenbissen ab

Kommt es infolge eines Zeckenbisses zu einer Erkrankung mit Dauerschaden, kann eine private Unfallversicherung greifen. Allerdings schließt nicht jeder Vertrag Zeckenbisse und deren Folgen automatisch ein. Versicherte sollten daher bei ihrem Anbieter gezielt nachfragen, ob und in welchem Umfang entsprechender Schutz besteht.


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