Zum Schulstart mahnt der Bund der Versicherten (BdV) zu einer Priorisierung, die in der Beratungspraxis nicht selbstverständlich ist: Bevor der Schutz des Kindes in den Mittelpunkt rückt, sollten Eltern ihre eigene Absicherung prüfen. „Zunächst ist eine gute Absicherung der Eltern entscheidend“, sagt BdV-Vorständin Bianca Boss. „Sie sollten insbesondere gegen die finanziellen Folgen eines Todesfalls oder eines dauerhaften Verlusts ihrer Arbeitskraft versichert sein.“ Als geeignete Produkte nennt der Verband die Risikolebensversicherung sowie die Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung.
Erst wenn dieser Basisschutz steht, hält der BdV die Absicherung des Kindes gegen Invalidität für prüfenswert. Konkret empfiehlt der Verband eine Pflegetagegeldversicherung für den Fall dauerhafter Pflegebedürftigkeit des Kindes. „Wenn Eltern beruflich kürzertreten müssen, um sich um ihr dauerhaft beeinträchtigtes Kind zu kümmern, gehen damit auch finanzielle Einbußen einher. Hier kann eine Pflegetagegeldversicherung helfen“, sagt Boss. Die Versicherungsleistung solle so bemessen sein, dass zumindest ein Elternteil die Erwerbstätigkeit zugunsten der Betreuung reduzieren kann.
Als Basisprodukt für alle Familien – unabhängig vom Schulstart – hält der BdV die private Haftpflichtversicherung für unverzichtbar. Im Familientarif sollten nach Ansicht des Verbands ausdrücklich auch Schäden durch deliktunfähige Kinder eingeschlossen sein. Damit wären Schäden abgedeckt, die Kinder unter sieben Jahren – im Straßenverkehr unter zehn Jahren – verursachen. „In einem Familientarif sollten auch Schäden durch deliktunfähige Kinder eingeschlossen sein“, sagt Boss.
BU für Schüler: Früher Abschluss mit Bedingungscheck
Darüber hinaus hält der BdV eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schülerinnen und Schüler für sinnvoll. Der Verband argumentiert mit dem Abschlussvorteil junger Jahre: Vorerkrankungen sind seltener, die Gesundheitsprüfung damit in der Regel weniger aufwendig.
Bei der Tarifwahl verweist der BdV auf die Qualität der Vertragsbedingungen. Entscheidend seien eindeutige Regelungen zur Berufsunfähigkeit bei Schülerinnen und Schülern sowie flexible Anpassungsmöglichkeiten wie Nachversicherungsgarantien und Dynamisierungen. „Eltern sollten sich vor dem Abschluss unbedingt anbieterunabhängig von Fachleuten wie spezialisierten Versicherungsberatern oder -maklern beraten lassen“, rät Boss.













