Mehrere Badeunfälle haben auch in diesem Sommer die Bedeutung sicherer Schwimmkenntnisse deutlich gemacht. Gleichzeitig wird es für viele Kinder schwieriger, schwimmen zu lernen. Gründe sind unter anderem die Schließung von Schwimmbädern und der Mangel an qualifiziertem Personal.
Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, schwamm die Extremschwimmerin und mehrfache Weltrekordhalterin Nathalie Pohl mehr als 200 Kilometer durch Main und Rhein von Frankfurt nach Köln. Im Rahmen der Aktion kamen 616.000 Euro für den Verein „DVAG hilft e. V.“ zusammen. Die Mittel fließen unter anderem in Programme und Initiativen, die Kindern kostenlose Schwimmkurse ermöglichen.
Nathalie Pohl, die auch Gründungsmitglied von „DVAG hilft e. V.“ ist, sagt: „Ich bin unglaublich dankbar, dass bei dieser Aktion erneut so viele Spenden zusammengekommen sind und damit wieder wertvolle Unterstützung für Kinder ermöglicht werden kann. Diesmal begleiteten mich auf der Strecke mehrere Schwimmer. Unsere gemeinsame Leidenschaft fürs Schwimmen mit einer Charityaktion zu verbinden, war etwas Besonderes für mich.“
Schwimmförderung für Kinder ausbauen
Christopher Sitte, Direktor bei der DVAG und erster Vorsitzender von „DVAG hilft e. V.“, betont die Bedeutung der Initiative: „Nachhaltig zu helfen, ist ein zentrales Element des sozialen Engagements der DVAG. Deshalb gilt unser besonderer Dank Nathalie Pohl. Mit ihrem außergewöhnlichen Einsatz macht sie regelmäßig auf eindrucksvolle Weise auf die Bedeutung von Wassersicherheit aufmerksam. Durch ihr Engagement und die von ihr gesammelten Spenden können wir viel bewegen. Mit unserer Förderung können wir pro Jahr schon rund 3.500 Kindern die Teilnahme an einem Schwimmkurs ermöglichen. Das möchten wir gerne zukünftig noch weiter ausbauen.“
Bereits vor dem Start der sogenannten Rivers-Challenge hatte Nathalie Pohl lokale Schwimmvereine und Schwimmgruppen eingeladen, sie auf einzelnen Streckenabschnitten zu begleiten. Zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer beteiligten sich an der Aktion. Entlang der Route entwickelte sich die Herausforderung zu einem Charityevent mit verschiedenen Aktionen rund um das Thema Schwimmsicherheit.
Warnung vor den Gefahren des Rheins
Die mehr als 200 Kilometer lange Strecke stellte trotz intensiver Vorbereitung hohe Anforderungen. Fließgewässer gelten wegen ihrer oft schwer erkennbaren Strömungen und Wirbel als besonders gefährlich und erfordern umfassende Sicherheitsmaßnahmen.
Zum Abschluss der Aktion macht Nathalie Pohl deutlich, dass ihre Herausforderung kein Vorbild für Freizeitschwimmer sein soll: „Gerade im Rhein ertrinken leider immer noch zu viele Menschen. Er ist kein Badegewässer, selbst wenn man gut schwimmen kann! Meine Challenge soll nicht als falsches Signal verstanden werden. Ich möchte das Schwimmen hier nutzen, um möglichst viele Menschen zu erreichen und auf die Gefahren aufmerksam zu machen.“












