22. April 2016, 08:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Alle müssen lernen, mehr Geld für später zu reservieren”

Laut Professor Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung, stehen Best Ager dem Thema Altersabsicherung meist offener gegenüber. Bei der Pflegevorsorge sieht der Experte bei der Zielgruppe 50plus jedoch Nachholbedarf.

50plus

Professor Michael Hauer: “Die Dringlichkeit der Vorsorge wird vielen Menschen erst ab 50 so richtig klar.”

Cash.: Was macht die Zielgruppe 50plus für Berater attraktiv?

Hauer: Betrachtet man den Personenkreis, der über das höchste Nettovermögen in Deutschland verfügt, so handelt es sich hierbei um die Gruppe der über 50-Jährigen. 80 Prozent der privaten Einlagen bei Banken und Sparkassen entfallen auf diesen Bevölkerungsteil; ihr Anteil an den Konsumausgaben beträgt über 50 Prozent. Die sogenannte Erbengeneration verfügt also im Vergleich zu den jüngeren Altersgruppen über ein hohes Vermögen – das durchschnittliche Nettovermögen der Generation 50plus beträgt knapp 280.000 Euro – sowie ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Und darüber hinaus wird die Gruppe 50plus immer größer, also eine Kundengruppe, die automatisch wächst. Im Jahr 2020 wird die gesamte Baby-Boomer-Generation – geboren von 1960 bis 1970 – in der Gruppe der 50plus sein.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Unterschiede zwischen der älteren Zielgruppe und den jüngeren?

50plus ist näher am Ruhestand und daher sehen die Menschen 50plus auch das Problem der Lebensstandardsicherung im Alter konkreter vor sich und sind deshalb eher bereit, etwas für die Altersversorgung zu tun. Das heißt, die Kundengruppe 50plus steht dem Thema Altersvorsorge offener gegenüber als jüngere Zielgruppen. Allerdings ist es natürlich auch schwerer, in die Kundengruppe 50plus reinzukommen, da viele Menschen bis dahin schon eine langfristige Beziehung zu einem Berater aufgebaut haben.

Inwieweit unterscheiden sich die Altersgruppen 50 bis 66 Jahre und 66plus?

Im Alter von 50 bis circa 65 ist es noch sehr gut möglich, Altersvorsorge aufzubauen – dazu gibt es auch sehr gute, effiziente Lösungen. Ab 66 befinden sich die meisten Menschen bereits im Ruhestand und es gilt so zu haushalten, dass man mit den Rentenleistungen, die man erhält, entsprechend gut auskommt und so leben kann, wie man sich das vorstellt.

Seite zwei: “Dringlichkeit der Vorsorge wird Vielen erst ab 50 so richtig klar

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...