„Alle müssen lernen, mehr Geld für später zu reservieren“

Gibt es Produkte, die sich besonders für die Zielgruppe 50plus eignen?

Die Dringlichkeit der Vorsorge wird vielen Menschen erst ab 50 so richtig klar. Viele glauben aber, dass es dann zu spät ist. Dies ist nicht der Fall, denn die Möglichkeiten sind vielfältig und meines Erachtens ausreichend. Die staatliche Förderung in der 1. Schicht führt zum Beispiel bei der Basisrente zu sehr guten Renditen von drei bis vier Prozent p.a. (nach Steuer und Kosten), sodass dies auf jeden Fall eine gute Lösung für Menschen mit hohem Steuersatz darstellt. Ansonsten gilt auch noch für die Gruppe 50plus, dass sowohl Riester als auch die bAV attraktiv sind. Allerdings sind diese aufgrund des eingeschränkten Fördervolumens in der Regel nicht ausreichend. Daher sollte in allen Fällen noch eine Ergänzung durch Lösungen aus der dritten Schicht, also privaten Rentenversicherungen auch sofortbeginnende, stattfinden. Weitere ergänzende Bausteine sind natürlich auch Substanzwerte wie zum Beispiel Investmentfonds, entsprechend der Anlegermentalität, oder Immobilien, aber eben nur als Ergänzung.

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Besteht beim Thema Pflege eine erhöhte Nachfrage von Seiten der Best Ager?

Die Menschen sprechen zwar über das Thema Pflegevorsorge, verdrängen die konkreten Risiken aber noch großenteils. Dass der Gesetzgeber die private Pflegevorsorge fördert, ist ein klares Zeichen dafür, wie wichtig sie ist. Die Botschaft lautet: Wir alle müssen lernen, heute mehr Geld für später zu reservieren. Leider ist dies bei den Menschen noch nicht angekommen – auch nicht bei der Generation 50plus.

Interview: Julia Böhne

Foto: Petra Homeier

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