11. Mai 2011, 11:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Offener Immobilienfonds CS Euroreal verlängert Auszeit

Der über sechs Milliarden Euro schwere offene Immobilienfonds CS Euroreal bleibt für weitere bis zu zwölf Monate für Mittelabzüge gesperrt. Das Fondsmanagement glaubt allerdings, den Fonds bereits im vierten Quartal 2011 wieder öffnen zu können.

Auszeit-time-out-pause-break in Offener Immobilienfonds CS Euroreal verlängert Auszeit

Der CS Euroreal zählte bereits zu einem Dutzend offener Immobilienfonds, die auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende Oktober 2008 die Pforten schlossen. Nach zwischenzeitlicher Wiederöffnung wurde die Anteilsrücknahme am 19. Mai 2010 aufgrund von Liquiditätsengpässen erneut ausgesetzt und im August 2010 um neun Monate verlängert.

Seitdem habe das Fondsmanagement, so Credit Suisse, die kontinuierlich anziehenden Märkte genutzt und zwischen Dezember und Ende April fünf Immobilien im Gesamtwert von mehr als 500 Millionen Euro über Verkehrswert verkauft. Unter anderem war es gelungen, die Braunschweiger Schloss-Arkaden für rund 250 Millionen Euro an die Sparkassen-Tochter Deka zu veräußern.

Aktuell befinde man sich in Verhandlungen über weitere Verkäufe im Volumen von rund 800 Millionen Euro, um die verfügbare Liquidität mit Hinblick auf die geplante Öffnung des Fonds auf 25 bis 30 Prozent zu erhöhen, so Karl-Heinz Heuß, Geschäftsführer der Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft.

Derzeit betrage die Liquidität rund eine Milliarde Euro. Damit liegen die flüssigen Mittel bei 16,8 Prozent des Fondsvermögens. “Wir sind zuversichtlich den CS Euroreal noch im vierten Quartal 2011 für Rückgabewünsche öffnen zu können”, sagt Heuß.

Vor Kurzem hatten bereits die Wettbewerber Kanam, SEB und Axa die gesetzlichen Schließungsfristen für ihre Fonds “Grundinvest“, “Immoinvest” und “Immoselect” verlängert. Auch bei Pramerica steht noch in diesem Monat eine Entscheidung über den gesperrten “TMW Weltfonds” an.

Drei Fonds haben den Kampf um die Wiederaufnahme der Anteilsrücknahme in jüngerer Vergangenheit bereits verloren: Die Schwergewichte Morgan Stanley P2 Value und Degi Europa befinden sich genauso in der Liquidation wie das Nischenprodukt Kanam US-Grundinvest. Der große Bruder Kanam Grundinvest hat erst vor Kurzem bekanntgegeben, seine Auszeit um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Die Branche leidet seit jeher unter dem Dauerkonflikt, Anlegern kurzfristige Mittelrückgaben zu versprechen und zugleich langfristige Anlagen zu halten, die sich nicht auf Abruf zu Geld machen lassen. Die Politik versucht, diesem Missverhältnis durch neue gesetzliche Regelungen zu begegnen. Ob die Vorschriften nachhaltigen Erfolg bringen, ist unter Experten allerdings umstritten. (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Blau direkt, Königswege und Vers-Kompass gründen Joint Venture

Als volldigitale Unternehmensberatung im Finanzdienstleistungsmarkt bietet die neu gegründete Orbit Consulting Maklern, Vertretern und Anlageberatern die einzigartige Möglichkeit zum Erwerb unternehmerischer Digitalkompetenz.

mehr ...

Immobilien

McMakler knackt die Milliarden-Marke

Beste Stimmung auf dem Immobilienmarkt: Die Branche spricht bereits vom Superzyklus und ein Ende des Booms sehen Experten derzeit nicht. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Jahresrückblick von McMakler wider.

mehr ...

Investmentfonds

Globaler Branchenindex für Erneuerbare Energie schlägt MSCI World

Die umweltfreundliche Erzeugung von Energie ist einer der Megatrends der kommenden Jahre. Dies schlägt sich zunehmend an der Börse nieder. Jon Sigurdsen, Portfoliomanager des DNB Fund – Renewable Energy, analysiert, warum der MSCI World bereits 2019 übertroffen wurde.

mehr ...

Berater

Blau Direkt holt Kerstin Möller-Schulz in die Geschäftsführung

Ab Februar ist Kerstin Möller-Schulz neben CEO Lars Drückhammer und Oliver COO Pradetto neue Geschäftsführerin CFO beim Lübecker Maklerpool Blau Direkt.

mehr ...
22.01.2020

Simplify your job!

Sachwertanlagen

RWB steigert Umsatz zum fünften Mal in Folge

Die RWB Group hat im Jahr 2019 bei Privatanlegern und institutionellen Investoren insgesamt mehr als 77,5 Millionen Euro platziert. Mehr als drei Viertel des platzierten Kapitals entfallen auf das Kerngeschäft der Private-Equity-Dachfonds.

mehr ...

Recht

Negativzinszahlungen an die EZB steigen auf 25 Milliarden Euro

Im vergangenen Oktober senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins für Banken auf -0,5 Prozent. Gleichzeitig führte sie durch eine Zinsstaffelung einen Freibetrag ein: Einlagenüberschüsse in Höhe der sechsfachen Mindestreserve, die die Banken als Pflichteinlage bei den nationalen Zentralbanken unterhalten müssen, werden vom Negativzins ausgenommen. Eine heute anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellte Analyse des Hamburger FinTech-Unternehmens Deposit Solutions legt nun erstmals dar, wie sich die geldpolitischen Änderungen der EZB auf die Negativzinszahlungen der Banken konkret auswirken.

mehr ...