25. Juli 2013, 11:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Betongold in Papierform

Eine Alternative zur gefragten direkten Immobilienanlage stellen REITs- und Immobilienaktienfonds dar. Sie haben in den vergangenen Jahren oft eine gute Performance erzielt – neben größeren Chancen weisen sie aber auch höhere Schwankungen auf.

Betongold

Mario Schüttauf, Commerz Real: “Die Immobilienmärkte in London und Paris sowie
in Deutschland stufen wir derzeit als interessant ein. Allerdings ist die Nachfrage dort insbesondere für Objekte in Top-Lagen extrem hoch.”

Die Nachfrage der Deutschen nach Immobilien ist derzeit hoch. “Wir erwarten weiterhin rund 200.000 Wohnungsneubauten im Gesamtjahr 2013. In den Ballungszentren werden die Immobilienpreisanstiege dadurch kaum gebremst. Der nach wie vor steigende Bedarf an Wohnraum wird auch im Fall einer Verstetigung dieser Entwicklung nicht überall ausreichend gedeckt”, erklärte die staatliche KfW-Bank vor Kurzem.

Tatsächlich sind die Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien in Deutschland gut: ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Realeinkommen, niedrige Hypothekenzinsen und der Wunsch nach Ersparnisbildung in Sachanlagen.

Indirekt investieren

Der dynamische Wohnungsneubau in den letzten drei Jahren zeigt, dass das Interesse an Immobilien-Investments nach wie vor stark ist. Verwunderlich ist das keineswegs, vermitteln Immobilien doch das angenehme Gefühl von Solidität.

Man kann sie anfassen, darin wohnen, sie vermieten, und sich jederzeit davon überzeugen, dass sie noch da sind – das ist den Menschen nach den Erlebnissen der Finanz- und Eurokrise wichtig. Darüber hinaus hat die Zypern-Krise gezeigt, dass selbst die immer für sehr sicher gehaltenen Spareinlagen bei Banken mit einem Haircut von einem Tag auf den anderen deutliche Verluste erleiden können.

Zwar ist nicht anzunehmen, dass Ähnliches auch mit deutschen Bankkonten geschehen könnte, dennoch stellen die Zypern-Ereignisse ein Samenkorn der Skepsis gegenüber der Einlagensicherung der Banken dar. Anleger setzen daher gern auf Immobilien.

Doch nicht jeder, der gern einen Teil seines Vermögens in Immobilien investieren würde, kann das auch. Entweder ist nicht genügend Vermögen vorhanden, um ein so großes Investment wie eine Immobilie zu stemmen, oder die Bank gibt keinen Kredit. Manchem scheint auch die Verwaltung einer Immobilie mit Instandhaltung, Bewirtschaftung und eventuellem Ärger mit Mietern zu aufreibend.

Wer keine oder nicht noch mehr direkte Immobilieninvestments tätigen möchte, kann die Assetklasse Immobilien auch über Wertpapiere spielen. Dabei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten: erstens einzelne Immobilienaktien, zweitens Aktienfonds, die in Immobilienaktien und sogenannte REITs investieren, drittens offene Immobilienfonds.

Immobilienaktien korrelieren mit Aktienmärkten

Ganz vergleichbar sind Immobilien-Wertpapiere und direkter Immobilienbesitz jedoch nicht, denn die Aktien unterliegen zusätzlich auch anderen Faktoren – den Entwicklungen an der Börse. Immobilienaktien korrelieren zum Teil stark mit den Aktienmärkten, machen also deren Schwankungen – zumindest zum Teil – mit.

“Über kurze Zeiträume – beispielsweise ein Jahr – ist die Korrelation zwischen Immobilienaktien und dem Aktienmarkt augenscheinlich”, erklärt Peter Nieuwland, der das europäische Portfolio des Schroder Global Property Securities Fund managt, und fährt fort: “Betrachtet man hingegen längere Zeiträume – etwa fünf Jahre – liegt die Korrelation schon deutlich niedriger.”

Über einen Zeitraum von einem halben bis fünf Jahren fällt die Korrelation zwischen Immobilienaktien und dem breiten Aktienmarkt von 0,7 auf 0,4. Dabei gilt die Daumenregel: Je weiter man sich von der direkten Immobilienanlage entfernt, desto weiter entfernt man sich auch von der Solidität und der relativ zu anderen Assetklassen ruhigen Wertentwicklung der Immobilie; wobei die Behäbigkeit der direkten Immobilienanlage durchaus auch ein Trugschluss sein kann:

Seite zwei: Immobilienaktien sind gefragt

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provisonsdeckel: AfW hinterfragt vorgelegte Zahlen des Ombudsmanns

Der AfW verwehrt sich gegen die vorgelegten Zahlen des Ombudsmanns für Versicherungen. Diese seien laut Pressemitteilung lückenhaft und geben somit nur ungenau über die Notwendigkeit einer politischen Regulierung Auskunft. Insbesondere die Unterscheidung zwischen zulässigen und berechtigten Beschwerden verändert den Blick auf die Frage der Beratungsqualität.

mehr ...

Immobilien

Digital, Mobil, Gemeinsam: So sieht das Wohnen der Zukunft aus

Mobilität, Digitalisierung und Kommunikation rücken in den Fokus von Wohnungssuchenden. Roderick Rauert, geschäftsführender Gesellschafter bei Bauwerk Development, geht auf diese im Detail ein. Was hinter Mobility, Togetherness und Local Love steckt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Finance Vertriebskongress: 500 geladenen Vertriebspartnern und exklusiver Club-Deal

Die Deutsche Finance Solution begrüßte am 21. Mai 2019 im Auditorium der BMW-Welt München rund 500 ihrer Vertriebspartner zum Thema Markt, Kompetenz und Investments. Symon Hardy Godl, Geschäftsführer Deutsche Finance Asset Management, informierte die Teilnehmer ausführlich über das aktuelle Gesamtportfolio der Deutsche Finance Group sowie die aktuellen und zukünftigen institutionellen Investmentstrategien.

mehr ...

Berater

Grafik des Tages: Ein Jahr Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Fast 150.000 Anfragen und Beschwerden mit DSGVO-Bezug sind seit Mai 2018 bei Datenschutzbehörden in Europa aufgelaufen – davon rund 90.000 Benachrichtigung über Datenschutzverletzungen. Wie die Lage seit dem 25. Mai 2018 ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

„INP Deutsche Pflege Invest“: Offener Spezial-AIF erwirbt drei weitere Pflegeimmobilien

Das Immobilienportfolio des für institutionelle Investoren konzipierten offenen Spezial-AIF „INP Deutsche Pflege Invest“ ist um drei weitere Pflegeimmobilien ergänzt worden. Die INP-Gruppe, Asset Manager des Fonds, hat die Pflegeeinrichtung „Seniorensitz am Hegen“ in Hamburg-Rahlstedt, das „Haus St. Antonius“ in Kemnath (Bayern) und die „Altstadtresidenz Wernigerode“ in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) für den Fonds erworben.

mehr ...

Recht

Vorsicht bei vorausfahrendem Fahrschulfahrzeug

Im Straßenverkehr müssen Autofahrer den Sicherheitsabstand stets so bemessen, dass sie auch bei plötzlichem Bremsen des Vorausfahrenden halten können. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn ein entsprechend gekennzeichnetes Fahrschulauto vorausfährt. Hier muss man auch damit rechnen, dass es ohne erkennbaren Grund abbremst. Die Württembergische Versicherung (W&W) weist auf ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken (13 S 104/18) hin.

mehr ...