6. April 2018, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienbranche: Kategorisierung in ABCD-Städte nicht zeitgemäß

3. Vielversprechende Standorte nicht klassifiziert

Zwar kategorisiere das ABCD-Schema über 100 Städte, jedoch fallen dabei viele aussichtsreiche Standorte durchs Raster, wie etwa die norddeutschen Städte Stade, Ahrensburg und Buxtehude.

Alle drei weisen positives Bevölkerungswachstum, vergleichsweise günstiges Bauland und großes Potenzial für Wertsteigerungen auf, ebenso wie die südlichere Kreisstadt Peine, die zusätzlich mit günstiger Lage zwischen Hannover und Braunschweig, sowie niedrigen Leerstandsquoten überzeugen könne.

“An diesen Standorten können Entwickler und Investoren noch auskömmliche Renditen erwirtschaften. Wer sich bei der Standortwahl nur an den gängigen Kategorien orientiert, kann diese chancenreichen Städte eventuell übersehen”, betont Martens.

Chancen durch Kooperation

Viele professionelle Investoren vertrauen jedoch weiterhin auf die Allgemeingültigkeit der alten Klassifikation. AVW Immobilien zufolge sehen ihre Investitionskriterien beispielsweise Globalkäufe häufig nur in A-Städten vor, da nationale und internationale Player sich nur selten auf den regionalen Märkten auskennen.

Weiterhin seien die Transaktionsvolumina in kleineren Städten häufig überschaubar und große Maklerhäuser dort oft weniger vertreten. Daher wären individuelle Analysen zeitaufwendig und kostenintensiv.

Laut AVW  Immobilien sei dieses Problem jedoch leicht durch Kooperationen mit ansässigen Entwicklern und Beratern mit lokaler Marktkenntnis zu beheben.

TOP statt ABC

“Professionelle Anleger haben im aktuellen Marktumfeld durchaus die Möglichkeit, von den Renditechancen an Standorten abseits der Großstädte zu profitieren”, so Michael Mertmann, Vorstand der AVW. Erste Voraussetzung sei jedoch mehr Flexibilität bei Investitionskriterien.

Anstelle des ABCD-Schemas sei es sinnvoll, die TOP-Faktoren im Hinterkopf zu behalten: Trends, Opportunities und Perspectives.

Das bedeute, dass dynamische Aspekte und langfristige Entwicklungstendenzen (Trends) auch in kleineren Standorten (Opportunities) aus dem Blickwinkel des Investors und vor dem Hintergrund seiner Anlageziele (Perspectives) untersucht werden sollten. (bm)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Immobilienbranche:

Schwere Zeiten für Italiens Baubranche

Baubranche: Dynamischer Start ins Jahr

Der Wohnungsmarkt internationalisiert sich

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Welt-Alzheimertag: Welcher Versicherungsschutz ist für Demenzkranke wichtig?

Am kommenden Samstag ist Welt-Alzheimertag. An diesem Tag wird jährlich auf das Thema Demenz und die Situation Demenzkranker aufmerksam gemacht. 1,7 Millionen Menschen sind laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft in Deutschland von dieser Krankheit betroffen. 2060 sollen es nach dem Statistikportal Statista bereits 2,88 Millionen sein.

mehr ...

Immobilien

Weshalb der Staat das denkbar schlechteste Wohnungsunternehmen ist

Ob BMW, Lufthansa oder Deutsche Wohnen – niemand ist mehr sicher vor einer Verstaatlichung oder euphemistisch: „Rekommunalisierung“. Gemeinsam propagieren sie den falschen Glauben daran, dass der Staat der bessere Unternehmer sei. Wenn Wohnungen in der Hand des Staates sind, so die Annahme der Berliner Initiative „Deutsche Wohnen Enteignen“, wird alles besser. Ein Kommentar von Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der FDP Bayern.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...