Anzeige
21. April 2011, 18:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahme

Eine neue Studie liefert Datenfutter für die Diskussion um Abschlussprovisionen in der PKV. Eine eindeutige Antwort auf die Frage, inwiefern in der Branche Provisionsexzesse um sich greifen, bleibt sie jedoch nicht zuletzt aufgrund mangelnder Repräsentativität schuldig.

Pkv-tt in Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahme

Das Ergebnis der Umfrage, die das Fachportal “Versicherungsjournal” unter knapp 650 Vertrieblern von Produkten der privaten Krankenversicherung (PKV) durchgeführt hat, fällt ambivalent aus.

Zwar bestätigt die Studie, dass vermeintliche Provisionsexzesse im breiten Markt nicht an der Tagesordnung sind. Das heißt indes nicht, dass es sie nicht gibt. Ausreißer nach oben, die erkennen lassen, mit welchen Bandagen einige Anbieter den Wettbewerb im PKV-Vertrieb führen, werden durchaus auch dokumentiert.

Der Umfrage zufolge erhalten Makler im Schnitt 7,6 und Ausschließlichkeitsvertreter sechs Monatsbeiträge (MB) Abschlussprovision. Das wäre deutlich weniger als die Bundesregierung zu deckeln beabsichtigt und ließe die Debatte um exorbitant hohe Zahlungen unangebracht erscheinen.

Doch das Ende der Fahnenstange liegt um einiges höher, wie die Untersuchung zeigt. So zahlt beispielsweise die Hallesche für neue Verträge in der Spitze 18 MB, dicht gefolgt von der Barmenia mit bis zu 16 MB.

Maximal 14 MB bietet die Allianz Private Krankenversicherung. Noch bis zu zwölf MB gibt es bei Hanse Merkur, Central oder dem Deutschen Ring.

Die Maklerschaft streicht allerdings wesentlich mehr ein als Ausschließlichkeitsvermittler, bei denen die Provisionszahlungen nicht ganz so üppig ausfallen. Höchstens zehn MB gibt es für die Einfirmenvertreter bei der Continentale, der Debeka und der DKV. Alle anderen Versicherer liegen darunter.

Die Debatte um die Höhe der Abschlussprovisionen in der PKV beschäftigt die Branche bereits länger. Ende 2010 sollen die Versicherer sogar selbst bei der Bafin vorgefühlt haben, um eine Deckelung der Zahlungen anzuregen. Erst kürzlich hat die Bundesregierung Konsequenzen angekündigt. Im Gespräch ist demnach eine Obergrenze von neun bis zwölf Monatsbeiträgen.

Die komplette Marktübersicht „Provisionen und Courtagen – was die Versicherer ihren Vermittlern zahlen“, die neben der PKV auch die Provisionszahlungen in den Sparten Lebensversicherungen, Sach und Kfz untersucht hat, erhalten Interessierte hier. Das E-Book kostet 29,90 Euro.

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

3 Kommentare

  1. […] Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahmecash-online.deSo zahlt beispielsweise die Hallesche für neue Verträge in der Spitze 18 MB, dicht gefolgt von der Barmenia mit bis zu 16 MB. Maximal 14 MB bietet die Allianz Private Krankenversicherung. Noch bis zu zwölf MB gibt es bei Hanse Merkur, Central oder dem … […]

    Pingback von Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahme – cash-online.de | Private Krankenversicherung — 22. April 2011 @ 20:57

  2. […] um Abschlussprovisionen in der PKV. Eine eindeutige Antwort auf die Frage, inwiefern […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Allgemein Ausnahme, Provisionsexzesse, sind, Umfrage UHC Sparkasse Weißenfels – […]

    Pingback von Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahme | Mein besster Geldtipp — 22. April 2011 @ 07:04

  3. […] full post on Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahme | xxl-ratgeber — 21. April 2011 @ 19:04

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Die Anbieter mit dem besten Kundenservice

Bei welchem Anbieter von Kfz-Versicherungen erleben die Kunden in Deutschland den besten Kundenservice? Unter anderem zu dieser Frage liefert eine aktuelle Untersuchung des Kölner Analysehauses Servicevalue die Antwort.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Privatbank kündigt Riester-Sparpläne

Die Hamburger Privatbank Donner & Reuschel, eine Tochter von Signal Iduna, hat 130 Kunden mit einem Riester-Sparplan nahegelegt, in eine andere Riester-Versicherung des Iduna-Konzerns zu wechseln. Kunden, die dieses Angebot ablehnten, kündigte die Bank außerordentlich. Dies meldet das Wirtschaftsmagazin “Capital”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD-Umsetzung: Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Das deutsche Umsetzungsgesetz zur IDD ist verabschiedet und tritt im Februar 2018 in Kraft. Trotzdem sind noch diverse Aspekte unklar. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor allen Beteiligten, um die IDD-Umsetzung handhabbar und zu einem Erfolg zu machen.

mehr ...