Umfrage: Provisionsexzesse in der PKV sind die Ausnahme

Eine neue Studie liefert Datenfutter für die Diskussion um Abschlussprovisionen in der PKV. Eine eindeutige Antwort auf die Frage, inwiefern in der Branche Provisionsexzesse um sich greifen, bleibt sie jedoch nicht zuletzt aufgrund mangelnder Repräsentativität schuldig.

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Das Ergebnis der Umfrage, die das Fachportal „Versicherungsjournal“ unter knapp 650 Vertrieblern von Produkten der privaten Krankenversicherung (PKV) durchgeführt hat, fällt ambivalent aus.

Zwar bestätigt die Studie, dass vermeintliche Provisionsexzesse im breiten Markt nicht an der Tagesordnung sind. Das heißt indes nicht, dass es sie nicht gibt. Ausreißer nach oben, die erkennen lassen, mit welchen Bandagen einige Anbieter den Wettbewerb im PKV-Vertrieb führen, werden durchaus auch dokumentiert.

Der Umfrage zufolge erhalten Makler im Schnitt 7,6 und Ausschließlichkeitsvertreter sechs Monatsbeiträge (MB) Abschlussprovision. Das wäre deutlich weniger als die Bundesregierung zu deckeln beabsichtigt und ließe die Debatte um exorbitant hohe Zahlungen unangebracht erscheinen.

Doch das Ende der Fahnenstange liegt um einiges höher, wie die Untersuchung zeigt. So zahlt beispielsweise die Hallesche für neue Verträge in der Spitze 18 MB, dicht gefolgt von der Barmenia mit bis zu 16 MB.

Maximal 14 MB bietet die Allianz Private Krankenversicherung. Noch bis zu zwölf MB gibt es bei Hanse Merkur, Central oder dem Deutschen Ring.

Die Maklerschaft streicht allerdings wesentlich mehr ein als Ausschließlichkeitsvermittler, bei denen die Provisionszahlungen nicht ganz so üppig ausfallen. Höchstens zehn MB gibt es für die Einfirmenvertreter bei der Continentale, der Debeka und der DKV. Alle anderen Versicherer liegen darunter.

Die Debatte um die Höhe der Abschlussprovisionen in der PKV beschäftigt die Branche bereits länger. Ende 2010 sollen die Versicherer sogar selbst bei der Bafin vorgefühlt haben, um eine Deckelung der Zahlungen anzuregen. Erst kürzlich hat die Bundesregierung Konsequenzen angekündigt. Im Gespräch ist demnach eine Obergrenze von neun bis zwölf Monatsbeiträgen.

Die komplette Marktübersicht „Provisionen und Courtagen – was die Versicherer ihren Vermittlern zahlen“, die neben der PKV auch die Provisionszahlungen in den Sparten Lebensversicherungen, Sach und Kfz untersucht hat, erhalten Interessierte hier. Das E-Book kostet 29,90 Euro.

Foto: Shutterstock

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