19. Februar 2015, 08:13
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Im Zeitalter des Mikro-Zinses

Für die Versicherer ist das besonders problematisch, da sie schon jetzt große Mühe haben, die Garantien für ihre Kunden aus den am Kapitalmarkt erwirtschafteten Erträgen zu finanzieren.

GDV-Präsident Erdland zürnte, das Anleihe-Ankaufprogramm der EZB sei “eine Zumutung”. Es verstärke den Druck auf festverzinsliche Wertpapiere, “die eine Säule der privaten Altersvorsorge sind”, so Erdland. “Das macht es uns jetzt noch schwerer, den Menschen gute Angebote für ihr Alter zu machen.”

Die Produktmanager und Aktuare in den Versicherungsunternehmen zerbrechen sich nicht erst seit dem unheilvollen Votum der Währungshüter den Kopf darüber, wie diese “guten Angebote” aussehen könnten.

“Frontalangriff gegen die deutschen Sparer”

Bei der Debeka Leben in Koblenz meint man, eine passende Antwort auf den “Frontalangriff gegen die deutschen Sparer”, wie Vorstand Roland Weber sagt, gefunden zu haben. Ende Januar brachte sein Unternehmen eine “chancenorientierte Rentenversicherung” auf den Markt.

Sie böte Sparern die “passende Möglichkeit”, so Weber, “auf die verheerende Politik” der EZB zu reagieren: “Durch geringere Abhängigkeit vom Zinsniveau bei gleichzeitiger Beteiligung an der Wertentwicklung von Aktien”, beschreibt der Debeka-Vorstand das Produktrezept. Zugunsten der Planungssicherheit fürs Alter gebe es zudem garantierte Mindestleistungen, ergänzt Weber.

Die chancenorientierte Rentenversicherung der Debeka ist klassisch kalkuliert, das heißt die Garantie wird auch hier vom Deckungsstock der Debeka Leben gestellt. Im Gegensatz zu einer klassischen Rentenversicherung liegt der Garantiezins aber nicht bei 1,25 Prozent, sondern nur noch bei 0,5 Prozent.

Mit ETFs auf Renditefang

Im Gegenzug sollen die laufenden Überschussanteile höher ausfallen als bei der klassischen Variante. Die Überschüsse werden in einen sogenannten Exchangetraded Fund (ETF) angelegt. Das ist ein Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird.

Seite drei: ETFs: Günstige Gesamtkostenquote

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