Anzeige
29. Mai 2017, 06:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“BU-Beratung durch Makler als bester Weg zur passenden Lösung”

“Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein hoch erklärungsbedürftiges Produkt”, sagt Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherung. Im Interview mit Cash. sprach er über die Bezahlbarkeit von BU-Policen und “best advice” vom Versicherungsmakler.

BU-Beratung

Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog: “Wir hatten in Deutschland in den vergangenen Jahren einen ausgeprägten Bedingungswettbewerb.”

Cash.: Stimmt die Einschätzung von Marktbeobachtern, dass viele Versicherer im BU-Neugeschäft mittlerweile mit Beitragsnachlässen oder vereinfachten Risikoprüfungen erkaufen müssen?

Stille: Dies mag in einigen Fällen stimmen, generell bitte ich aber um Verständnis, dass ich keine Wertung des Verhaltens von Mitbewerbern abgeben möchte. Für die Dialog kann ich Folgendes feststellen: Wir sind ein reiner Maklerversicherer und bieten unseren Vertriebspartnern unsere Produkte zu Konditionen an, die für jedermann Gültigkeit haben. Das Problem der Bezahlbarkeit regeln wir durch unser flexibles Tarifangebot und nicht durch Hinterzimmergeschäfte. In der Risikoprüfung sind wir sehr sorgfältig. Dies bringt für alle Vertragspartner den Vorteil klarer Verhältnisse und vermeidet Auseinandersetzungen im Leistungsfall. Für die Vorprüfung halten wir allerdings den Einsatz einer geeigneten Software wie etwa Riva für sinnvoll.

Experten kritisieren, hinter mancher Tarif-Klausel stecke eher ein Marketing-Gimmick als ein echter Kundenvorteil. Ist dieser Vorwurf berechtigt?

In Einzelfällen mag dies zutreffen, hin und wieder ist auch die Begrifflichkeit etwas marktschreierisch. Aufs Ganze gesehen möchte ich den Kritikern aber nicht recht geben. Wir hatten in Deutschland in den vergangenen Jahren einen ausgeprägten Bedingungswettbewerb, der dazu geführt hat, dass die Bedingungen immer ähnlicher wurden, weil sich Marktnotwendigkeiten durchgesetzt haben. Wer spricht heute noch von der abstrakten Verweisung?
Dennoch gibt es nach wie vor Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, die zu einem wesentlichen Teil auf Flexibilität und individueller Anpassbarkeit der Tarife beruhen.

Die Beantragung einer BU-Police gilt als kompliziert, was Kunden häufig abschreckt. Wie gehen Sie mit dieser Problematik um?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein hoch erklärungsbedürftiges Produkt. Aus diesem Grunde halten wir die Beratung durch den Makler als ausgewiesenen Fachmann für den besten Weg, um zu der individuell passenden, bestmöglichen Lösung zu kommen. Der Makler ist nur seinem Wissen und Gewissen verpflichtet und muss auf dieser Grundlage “best advice” geben. Zusätzlich steht er mit seiner Empfehlung in der Haftung.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: Dialog


Mehr zum Thema BU:

BU-Markt-Check: Fünf Sterne für 342 Tarife

BU-Streitfälle vor Gericht: Wie stehen Ihre Chancen?

BU-Prämien: Steigende Gefahr zu niedriger Beiträge

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Blockchain: (Noch) keine Priorität bei den Versicherern

Bei 68 Prozent der deutschen Finanzdienstleister räumen dem Thema Blockchain derzeit noch keine große Priorität ein. Viele Banken, Versicherer und Asset Manager wollen erst einmal abwarten, was die Konkurrenz macht, zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter den Führungskräften von 300 Banken, Versicherern und Vermögensverwaltern.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilien: Nachfrage im im Osten so hoch wie nie

Wohneigentum ist in Ostdeutschland aktuell so gefragt wie nie zuvor. Neben klassischen Selbstnutzern bringt die Niedrigzinsphase laut der Landesbausparkasse (LBS) auch immer mehr Investoren dazu, nach sicheren Anlagen auf dem Immobilienmarkt zu suchen.

mehr ...

Investmentfonds

Gedämpfter Optimismus in China

Das Vertrauen in das chinesische Wachstum schrumpft, ein Grund dafür ist der Handelskrieg, der von US-Präsident Donald Trump ausgeht. Doch der Konflikt könnte die Entwicklung des Landes und seines Marktes durchaus auch positiv beeinflussen.

mehr ...

Berater

Roboadvisor in der Anlageberatung – Sie werden immer besser

Robo-Advisor von Fintech-Unternehmen oder Banken sollen die Anlageberatung beleben und Privatkunden eine komfortable Hilfe bei der Geldanlage bieten. Wie gut die digitalen Helfer sind, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ), das im Auftrag des Nachrichtensenders n-t 17 Robo-Advisor-Lösungen von 15 Anbietern unter die Lupe genommen hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse warnt erneut vor “Lockangebot”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG entrüstet sich erneut über ein Angebot, wonach den Anlegern der Kauf ihrer Fondsanteile weit unter dem Zweitmarktkurs angeboten wird. In diesem Fall ist die Diskrepanz besonders groß.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...