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28. Juli 2015, 10:30
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Zahl der Banken und Filialen in Deutschland sinkt

In Deutschland gibt es immer weniger Banken und auch die Zahl der Filialen sinkt. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnten 2035 über die Hälfte der Niederlassungen verschwunden sein.

Immer weniger Banken und Bankfilialen in Deutschland

Der Trend zu Filialschließungen im Bankensektor setzt sich fort.

Im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der Kreditinstitute von 2.029 auf 1.990 Institute gesunken, so eine aktuelle Statistik der Bundesbank. Das bedeutet einen Rückgang von 1,9 Prozent. 2013 war die Zahl um demnach 1,2 Prozent gesunken. Seit 1990 ist die Gesamtzahl der Institute von 4.750 um über die Hälfte zurück gegangen.

Auch der Trend zu Filialschließungen im Bankensektor setzte sich demnach fort. Zum Jahresende 2014 wurden noch rund 35.000 Zweigstellen gezählt. Das entspricht einem Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 und 48 Prozent im Vergleich zu 1995.

Starker Rückgang prognostiziert

In den vergangenen 25 Jahren hat zudem die Filialdichte in Deutschland laut einer aktuellen Studie von KfW Research deutlich abgenommen: Im Osten ging die Zahl um 23 Prozent und im  Westen um 37 Prozent zurück.

Sollte sich der Trend fortsetzen, werde – vor dem Hintergrund aktueller Bevölkerungsprognosen – die Filialdichte in Deutschland bis zum Jahr 2035 von 4,1 Niederlassungen je 10.000 Einwohner auf 2,6 sinken, prognostiziert KfW Research.

Digitalisierung bedroht Filialen

Das bedeutet demnach einem Abbau von annähernd 9.000 Filialen in den nächsten 20 Jahren. Laut KfW könnten selbst bei einer leichten Erholung bis zum Jahr 2035 rund ein Fünftel der Filialen von Banken und Sparkassen geschlossen werden.

Als Ursachen der Entwicklung nennt KfW Research unter anderem Kosteneinsparungen, Rationalisierung durch verbesserte Technologien und Prozesse sowie veränderte Kundenanforderungen. Hervorzuheben sei hierbei die zunehmende Konkurrenz von Online-Instituten und die verstärkte Hinwendung der Kunden zu digitalen Vertriebskanälen.

Die Studie hält es daher für “sehr realistisch”, dass es zu einer verschärften Ausdünnung kommen werde. In einem solchen Szenario könnte sich die Filialdichte in Deutschland bis zum Jahr 2035 annähernd halbiert haben. (jb)

Foto: Shutterstock

 

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