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10. Januar 2014, 12:25
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Lebensversicherung lieber anpassen als kündigen

Eine Lebensversicherung zu kündigen, ist oftmals der falsche Weg, denn den Versicherten drohen hohe Stornoabschläge. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nennt zehn Wege, wie eine Kündigung trotz Zahlungsschwierigkeiten vermieden werden kann.

Lebensversicherung: anpassen statt kündigen

Eine Kündigung der Lebensversicherung ist fast immer mit Einbußen verbunden und sollte daher nur im Notfall und nach Abwägung alternativer Möglichkeiten erfolgen.

Wie der GDV berichtet, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen die Verträge an die individuelle Lebenssituation des Versicherten angepasst werden können, so dass die finanzielle Belastung sinkt. Cash. gibt die zehn Alternativen zur Kündigung im Wortlaut wider:

 1. Zahlungsweise ändern

Da mehrere kleine Raten häufig leichter aufzubringen sind als ein Jahres- oder Halbjahresbeitrag, kann es sinnvoll sein, die Zahlungsweise umzustellen. Das ist jederzeit problemlos möglich, aber teurer. Die meisten Versicherungsunternehmen verlangen für eine unterjährige Zahlungsweise Zuschläge.

2. Zusatzversicherungen kündigen

Zusatzversicherungen kann der Versicherte in der Regel jederzeit kündigen. Das macht den Beitrag entsprechend günstiger, reduziert aber natürlich den Versicherungsschutz.

3. Dynamische Tarife einfrieren

Hat der Antragsteller jährlich steigende Beiträge und Leistungen vereinbart, so kann er diesen dynamischen Tarif einfrieren. Das bedeutet, der Beitrag und die Versicherungssumme steigen nicht weiter, sondern bleiben auf der erreichten Höhe. Nach zweimaligem Aussetzen der Dynamisierung geht das Recht verloren, die Versicherungssumme ohne neue Gesundheitsprüfung anzuheben.

4. Überschüsse mit Beiträgen verrechnen

Die Überschussanteile können auch mit den laufenden Beiträgen verrechnet werden, was die Kosten deutlich verringert. Allerdings ist eine solche Umstellung nicht bei allen Verträgen möglich – ausgeschlossen ist sie beispielsweise, wenn die Laufzeit mithilfe der Überschussanteile verkürzt werden soll. Die Überschüsse mit den Beiträgen zu verrechnen lohnt sich außerdem nur, wenn der Lebensversicherungsvertrag schon einige Jahre bestanden hat.

 5. Beiträge stunden

Viele Versicherungsunternehmen sind bereit, die Beiträge für einen Lebensversicherungsvertrag zu stunden. Das heißt, der Kunde kann seine Zahlungen aufschieben. Üblich ist die Stundung der Beiträge für ein halbes Jahr. Wenn der Versicherte arbeitslos wird, räumen Versicherer ihm jedoch häufig auch ein ganzes Jahr Aufschub ein. Nach Ablauf der Stundung muss der Versicherte die Beiträge verzinst nachzahlen. Nur in einigen Ausnahmefällen verrechnet das Versicherungsunternehmen sie mit späteren Leistungen. Dies ist beispielsweise beim Policendarlehen der Fall.

Seite zwei: Policendarlehen aufnehmen, Beitragsfreistellung vereinbaren

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12 Kommentare

  1. @Prüß: Mal wieder so eine haltlose Behauptung eines Honorarberaters, dass nur die im Sinne des Kunden arbeiten können. Falsch. Auch der Versicherungsmakler arbeitet im Sinne des Kunden, schließlich haftet er für Beratungsfehler. Mich würde mal interessieren, wieviele der wenigen hundert Honorarberater von Ihrem Honor auch leben können? Kann es sein, dass da einige den Zeitaufwand beim Kunden künstlich in die Länge ziehen, um ein höheres Honorar kassieren zu können? Also Ball flach halten, schwarze Schafe gibt es vermutlich vereinzelt überall, auch bei Honorarberatern und Maklern. Bei mir kann der Kunde übrigens wählen, wie er mich bezahlen möchte: 99% wählen die Maklercourtage. @AM: Den Begriff “Vermögensberater” gibt es nicht: So nennen sich ausschließlich Strukkis der DVAG, um Ihre Wahre Tätigkeit als Versicherungsvertreter zu verschleiern, da Sie ausschließlich überteuerte AachenMünchener Versicherungsprodukte verkaufen.

    Kommentar von stefan — 16. Januar 2014 @ 11:01

  2. @ L. Barthel etc. Die Marktwirtschaft will ja keiner abschaffen. Der Markt regelt Dinge schon selbständig. Oder kennen Sie noch einen großen Produzenten von Öllampen? Eben. Und die Versicherung als Kapitalanlagemodell, im klassischen Modell, ist auf dem gleichen Weg – die Nachfrage geht einfach zurück und die Probleme für die bereits versicherten werden dadurch nicht kleiner. Wir gehen schon jetzt andere Wege.
    Für viele seriöse Berater, vor allem jene, die gegen Honorar arbeiten, ist eine Analyse unter Berücksichtigung von Wünschen, Zielen und dem finanziell machbaren ein muss. Und wenn ich als Certified Financial Planner (CFP) ein Honorar bekomme, kann ich anders als der ganze provisionsgetriebene Vertrieb der Struckies arbeiten.

    Nämlich im Sinne des Kunden!

    So entsteht eine langjährige Partnerschaft in der beide Seiten genau wissen, was sie aneinander haben.

    Kommentar von Stefan Prüß — 16. Januar 2014 @ 10:37

  3. @stefan

    Sie liegen richtig! Ich glaube einige, vielleicht sogar viele Vermögensberater bestimmter Gesellschaften arbeiten nicht/wenig seriös – warum werden sie von seriösen Beratern und Vermittlern nicht geächtet. Da leidet doch ihre gesamte Branche darunter. Mein Vertrauen in die Versicherungssbranche ist leider kaputt gegangen! Das ist wie eine schwere Verletzung: Narben bleiben immer.

    Ein Beitrag der zum Thema passt:
    http://www.ardmediathek.de/einsfestival/doku-am-nachmittag/wenn-der-vermoegensberater-klingelt?documentId=19073330

    Kommentar von AM — 16. Januar 2014 @ 01:17

  4. @andreas: Das Geschäftsmodell des “Umdeckens” ist eine Spezialität von Strukkis. Da Sie von “Vermögensberatern” sprechen, haben Sie offenbar Erfahrungen mit einem Strukki der DVAG gemacht, denn nur die nennen sich so. In Wirklichkeit sind die Versicherungsvertreter, da Sie ausschließlich Versicherungen der AachenMünchener Versicherungsgruppe verkaufen. Gehen Sie besser zum seriösen Makler, der wird Ihnen in der Regel komplett von Rentenversicherungen abraten. Schließlich haftet er für Beratungsfehler. Zu meinem Vorredner, Herrn Barthel: Ihren Kommentar kann ich zu 100% übernehmen. Ähnliches habe ich hier schon häufiger geschrieben: Dieses ganze Geschwafel von “Experten” geht einem nur noch auf die Nerven.

    Kommentar von stefan — 15. Januar 2014 @ 15:07

  5. An alle selbsternannten Verbraucherschützer, Halbwissende, Vergleichsfetischisten und Versicherungshasser:

    – Es gibt keine Universallösung für das Vorsorgeproblem!
    – Wenn man der Meinung ist, nicht gut beraten worden zu sein, Stichwort “Bedarfsanalyse”, einfach den Berater wechseln!
    – Wer Provisionen verteufelt, muss Honorare zahlen. (Auch gut, die Haftungszeit fällt dann weg und günstiger wird`s auch nicht!)
    – Wer Provisionen nicht mag, sollte zukünftig für sämtliche Waren und Dienstleistungen keine Vergütung mehr zahlen. Vorschlag: Die Verbraucherzentralen sollten als kostenlose Distributionszentralen für den gesamten Dienstleistungs- und Warenverkehr dienen.
    Ich kann diese Spinnereien nicht mehr hören! Wer die Marktwirtschaft abschaffen will, soll das auch deutlich sagen …. und als letzter das Licht ausmachen!

    L. Barthel

    Kommentar von L. Barthel — 15. Januar 2014 @ 14:05

  6. Vielen ist der LV-Gau noch nicht klar. Sollten die Versicherungen wegen schrottiger Staatsanleihen in eine bilanzielle Schieflage kommen,ist es nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz möglich, Versicherungsleistungen zu reduzieren, auszusetzen oder ganz zu streichen. Um bei diesem Ausfallrisiko Versicherungen mit garantiertem Verlust abzuschließen braucht man schon viel Humor. Zypern läßt grüßen!

    Kommentar von Jack Gelfort — 15. Januar 2014 @ 13:45

  7. Der Garantiezins wird auf nur auf den Sparanteil gezahlt – nicht auf den Beitrag! Der sollte also so hoch wie möglich sein. Also den Ballast, der Kosten produziert, über Bord werfen und Verträge umstellen. Für diejenigen, die an ihren Lebens- und Rentenversicherungsverträgen festhalten wollen, sind die o.g. Tipps daher sicherlich wertvoll und reduzieren die laufende Belastung der Verträge. Die wird aber immer noch sehr hoch bleiben. Bei manchen Gesellschaften kommen in klassischen Tarifen von 100 Euro Beitrag nur 85 Euro zur Anlage – und das ohne Zusatzbausteine. Und wenn es dann beim Garantiezins von z.B. 3,25% bleibt, weil keine Überschüsse mehr generiert werden können im aktuellen (und zukünftigen) Zinsumfeld, dann ist das unter Berücksichtigung der Inflation maximal Kapitalerhalt. Steuerfreiheit von Altverträgen (Beginn vor 2005) hin oder her. Das kann nicht das Ziel sein!
    Um die Abdeckung des sog. „Langlebigkeitsrisikos“, mit dem die Versicherer versuchen Kunden zu ködern, muss man sich ja erst kümmern, wenn es präsent ist. Nämlich wenn die Rentenphase beginnt – nicht in der Ansparphase von 40+ Jahren. Dann kann ich schauen, was der Markt mir bietet. Bis dahin wird das Rad sowieso noch dreimal neu erfunden. Und ich kaufe ja einem Neugeborenen auch nicht jetzt ein neues Auto, um ein „Transportproblem“ zu lösen, das er in 18 Jahren haben wird….
    Ein gut diversifiziertes und strukturiertes Investmentfondsportfolio aus Renten- und Aktienfonds, welches auf das Risikoprofil des Kunden abgestimmt ist, wird aus meiner Sicht ein deutlich besseres Ergebnis bringen. Und die Erfahrung zeigt: der Markt bezahlt mir immer eine Rendite.
    Zudem ist diese Variant im Hinblick auf mögliche Ein- und Auszahlungen deutlich flexibler als eine Versicherungslösung. Und lieber die Abgeltungssteuer auf eine Rendite gezahlt als den steuerfreien Kapitalerhalt. Zumal ja aufgrund der Freibeträge bei weitem nicht alles versteuert werden muss.

    Kommentar von Stefan Prüß — 15. Januar 2014 @ 11:54

  8. @Jack Gelfort:
    Genau so schlimm ist es, aber noch schlimmer dass munter weiterverkauft wird….

    Kommentar von Sven Drees — 15. Januar 2014 @ 11:35

  9. @Jack Gelfort, sie bringen es auf den Punkt

    Kommentar von Jan Lanc — 15. Januar 2014 @ 11:12

  10. Die o.g. Vorschläge sind die letzten Zuckungen eines selbstverschuldeten Niedergang der Lebensversicherungen. Um wieder auf die Beine zu kommen und attraktiv zu werden, sollten sie das Korsett der Staatsfinanzierung über
    wertvernichtende Anleihen ablegen und stattdessen seriös und kompetent die Kundengelder in andere Wertpapiere anlegen. Dazu ist natürlich eine andere Unternehmensphilosophie, Personalstruktur und ggf. massive Lobbyarbeit erforderlich.

    Kommentar von Jack Gelfort — 15. Januar 2014 @ 09:46

  11. Am Besten man schließt erst gar keine Lebensversicherung etc. ab, da die Renditen zu schlecht sind, die Kosten zu hoch und die Inflation ihr übriges tut….
    Ältere Verträge zu kündigen oder zu verkaufen lohnt sich sehr häufig aus o.g. Gründen.
    Die im Artikel aufgeführten Tipps sind doch hinlänglich bekannt und die eigentlichen Probleme / Schwächen mal wieder unter den Teppich gekehrt.

    Kommentar von Sven Drees — 14. Januar 2014 @ 20:20

  12. Ich halte die Hinweise für richtig und wichig.

    Als Kunde ist leider mein Eindruck, dass viele Vermögensberater und Versicherungsvertreter eher vom Neuabschluss und von Abschlussprovisionen, besonders nach der Provisionshaftungszeit (meist 5 Jahre), profitieren und deshalb zur Kündigung bestehender Verträge raten, um neue Versicherungen abzuschließen. Mir ist soetwas bei meinem Vermögensberater passiert, der “pünktlich” nach 5 Jahren zu meinem Nachteil umdecken wollte. Auch glaube ich, dass viele Gesellschaften froh sind alte Verträge mit hoher Garantieverzinsung loszuwerden.

    Deshalb hoffe ich, dass dieser Beitrag von den Medien aufgegriffen wird, um ratsuchende Inhaber von Lebensversicherungen zu infomieren.

    Kommentar von Andreas — 12. Januar 2014 @ 19:54

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