Anzeige
Anzeige
4. Februar 2016, 11:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IDD: BVK fordert Umsetzung mit Augenmaß

Die europäische Vermittlerrichtlinie Insurance Distribution Direktive (IDD) tritt Ende Februar in Kraft. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) setzt sich dafür ein, dass bei der Umsetzung in deutsches Recht die bestehenden Beratungs- und Dokumentationspflichten beibehalten werden.

IDD: BVK fordert bedachte Umsetzung

Michael H. Heinz: “Die bestehenden deutschen Regelungen erfüllen im Wesentlichen bereits die Voraussetzungen der IDD-Richtlinie.”

Nach der Veröffentlichung der Neufassung der IDD-Richtlinie im Amtsblatt der Europäischen Union beginnt nun der Prozess der Umsetzung in den Mitgliedstaaten. Die IDD tritt am 23. Februar 2016 in Kraft. Für die Umsetzung haben die Länder zwei Jahre und dürfen eigenständige Regelungen erlassen sowie nationale Gegebenheiten berücksichtigen.

“Bei der Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) in nationales Recht darf der Verbraucherschutz nicht auf der Strecke bleiben”, mahnt der BVK in einer aktuellen Stellungnahme. Daher dürfe es auch in Zukunft keine Vermittlung von Versicherungsprodukten ohne ausreichende Beratung geben.

BVK will Gleichbehandlung aller Versicherungsvertriebe

Der Verband fordert die in Deutschland geltende “umfassende gesetzliche Beratungs- und Dokumentationspflicht” auch bei der IDD-Umsetzung beizubehalten. Der deutsche Gesetzgeber solle die bestehenden inländischen Regelungen des Versicherungsvermittlerrechts, die sich aus dem Versicherungsvertragsgesetz und der Versicherungsvermittlungsverordnung ergeben, nicht verändern, da sie “im Wesentlichen bereits die neuen Anforderungen der IDD” erfüllen, so der BVK.

“Wir begrüßen aber, dass die IDD ihren Anwendungsbereich auf den Direktvertrieb und den Internetvertrieb ausweitet”, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. “Daher wollen wir auch, dass diese in der IDD vorgesehene Gleichbehandlung aller Versicherungsvertriebe endlich auch in Deutschland umgesetzt wird.”

IDD-Umsetzug soll mit Augenmaß erfolgen

Auch die Regelungen der “gut beraten”-Initiative sollten laut BVK erhalten bleiben, da diese sogar weiter gingen als die Weiterbildungsvorgaben der IDD. “Schließlich sind die Anforderungen von “gut beraten” doppelt so hoch und das deutsche Qualifizierungssystem genügt einer ganzheitlichen Kundenberatung”, argumentiert der BVK-Präsident.

Generell müsse der bürokratische Umfang bei der Umsetzung der Richtlinie begrenzt und die Praxistauglichkeit bei der Umsetzung der Richtlinie stets im Auge behalten werden. “Die bestehenden deutschen Regelungen erfüllen im Wesentlichen bereits die Voraussetzungen der Richtlinie”, so der BVK. Auch am Provisionsvergütungssystem solle festgehalten werden. (jb)

Foto: BVK

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

GDV: Eiopa sollte IDD-Entwurf überarbeiten

Der Umsetzungsvorschlag der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa zur europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) würde nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf ein faktisches Provisionsverbot hinauslaufen. Der Verband fordert daher eine Überarbeitung.

mehr ...

Immobilien

Wunschbüro der Zukunft überraschend konservativ

Wie stellen sich die Generationen X und Y das Büro der Zukunft vor? Unter dem Titel „Office of the future?“ untersuchten Savills und die Unternehmensberatung Consulting cum laude die Vorstellungen vom Büro der Zukunft.

mehr ...

Investmentfonds

Europäischer Aktienmarkt unterschätzt heimische Konjunktur

Bei vielen Investoren hat die europäische Konjunktur derzeit einen schlechten Ruf. Allerdings ist die Ausgangssitution für einige Experten positiver als angemommen.

mehr ...

Berater

Presse: Commerzbank steht vor massiven Stellenstreichungen

Die Commerzbank steht Presseberichten zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke wolle mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs streichen, schrieb das “Wall Street Journal” auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Inhaberwechsel bei Autark Capital Care

Lars Schmidt (44) hat am 1. September die Autark Capital Care GmbH zu 100 Prozent übernommen und ist neuer Geschäftsführer. Er löst damit Wolfgang Laufer ab, der das Unternehmen im November 2015 gegründet hatte.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...