Bafin stoppt Werbung von Unicredit im Commerzbank-Übernahmekampf

BaFin, Bonn, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Foto: AdobeStock/Tobias Arhelger
Mit dem Eingriff will die Aufsicht Missstände im laufenden Verfahren unterbinden.

Im Ringen um die Commerzbank verschärft sich der Ton: Die Finanzaufsicht untersagt Unicredit eine Social-Media-Kampagne und setzt damit Grenzen für die Kommunikation in laufenden Übernahmeverfahren. Welche Folgen das für das Angebot hat, bleibt offen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) greift in den Übernahmekampf zwischen Unicredit und der Commerzbank ein. Die italienische Großbank hat nach Angaben der Behörde in sozialen Medien Werbeanzeigen verbreitet, die als unsachlich und reißerisch bewertet werden. Diese hätten zudem Mutmaßungen über die wirtschaftliche Lage der Commerzbank enthalten. Darüber berichtet „Spiegel Online“.

Die Anzeigen waren demnach europaweit abrufbar, sind inzwischen jedoch nicht mehr aktiv. Die Bafin untersagt Unicredit die weitere Verbreitung dieser Form der Ansprache und spricht von „unzulässiger Werbung“. Grundlage ist Paragraf 28 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes.

Mit dem Eingriff will die Aufsicht Missstände im laufenden Verfahren unterbinden und zugleich Klarheit darüber schaffen, welche Kommunikationsformen bei Übernahmeangeboten zulässig sind. Für den Fall eines Verstoßes droht Unicredit ein Bußgeld.


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Unicredit hat angekündigt, Anfang Mai ein Übernahmeangebot für die Commerzbank zu starten. Ziel ist es zunächst, die Schwelle von 30 Prozent zu überschreiten. Ab diesem Punkt hätte die Bank mehr Spielraum, ihren Anteil weiter auszubauen.

Die Commerzbank stellt sich weiterhin gegen eine Übernahme. Vorstandschefin Bettina Orlopp hält an der Eigenständigkeit des Instituts fest. Eine einvernehmliche Lösung sei „aktuell nicht erkennbar“, teilte das Institut bereits Anfang April mit.

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