Die Fußball-Weltmeisterschaft verlagert das Leben vieler Fans nach draußen – und damit auch potenzielle Risiken. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) weist auf häufig unterschätzte Haftungs- und Versicherungsfragen rund um das Sportevent hin.
Ob beim Grillen im Garten, beim gemeinsamen Spielschauen oder beim Kauf von Tickets: Wer unvorbereitet ist, kann im Ernstfall auf erheblichen Kosten sitzen bleiben. Die DVAG empfiehlt, sich frühzeitig mit den relevanten Absicherungsfragen auseinanderzusetzen.
Haftung beim Grillen: Wer zahlt im Schadensfall?
Grillfeiern gehören für viele zur WM-Zeit dazu – ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Park. Kommt es dabei zu Schäden, stellt sich schnell die Haftungsfrage. Funkenflug, umfallende Grills oder Unachtsamkeit können dazu führen, dass Eigentum beschädigt oder Personen verletzt werden. Grundsätzlich gilt: Wer eine Feier organisiert, trägt die Verantwortung dafür, dass keine Schäden entstehen.
Eine private Haftpflichtversicherung kann in solchen Fällen vor hohen Kosten schützen. Sie übernimmt berechtigte Schadensersatzansprüche gegenüber Dritten und prüft, ob Forderungen gerechtfertigt sind. Damit das Risiko erst gar nicht entsteht, sollten Grillgeräte stabil aufgestellt werden, ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien gehalten werden und der Grill nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Gesetzliche und behördliche Vorschriften sind dabei stets einzuhalten.
Public Viewing: Privat unproblematisch, öffentlich heikel
Großbildübertragungen im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft sind weit verbreitet. Im privaten Rahmen, etwa im eigenen Wohnzimmer oder Garten, ist das gemeinsame Schauen von Spielen rechtlich unproblematisch. Anders verhält es sich, wenn Veranstaltungen öffentlich beworben werden oder Eintritt verlangt wird. In solchen Fällen können Urheber- und Lizenzrechte der Veranstalter greifen. Im gewerblichen Bereich reicht die private Haftpflichtversicherung nicht aus; es sind zusätzliche Versicherungen erforderlich.
Auch Lärmschutzvorschriften sollten berücksichtigt werden. Die Nachtruhezeiten von 22 Uhr bis 6 Uhr gelten laut DVAG grundsätzlich auch während der WM – insbesondere in Wohngebieten.
Ticketkauf: Vorsicht vor unseriösen Angeboten
Großereignisse ziehen auch unseriöse Angebote an. Besonders beim Ticketkauf sollten Verbraucher wachsam sein. Warnzeichen sind ungewöhnlich günstige Angebote, Vorkasse ohne Absicherung sowie fehlende Impressumsangaben. Tickets sollten möglichst nur über offizielle Verkaufsstellen oder bekannte Plattformen erworben werden.
Werden Tickets ausschließlich gegen Vorkasse angeboten, empfiehlt die DVAG, auf abgesicherte Zahlungsarten mit Käuferschutz zu achten. Stellt sich ein Ticket nachträglich als gefälscht heraus, ist eine Rückerstattung oft schwierig. Betroffene sollten den Vorfall umgehend beim Zahlungsanbieter melden und gegebenenfalls rechtliche Schritte prüfen.













