Die Abschaffung der Haltefrist hätte weitreichende Konsequenzen für private Investoren:
- Steuerfreiheit würde entfallen: Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen könnten künftig unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig werden.
- Langfristiges Halten verliert an Attraktivität: Die bisher beliebte Buy-and-Hold-Strategie würde steuerlich deutlich an Reiz verlieren.
- Mehr Dokumentationsaufwand: Anleger müssten sämtliche Käufe und Verkäufe dauerhaft exakt dokumentieren, um ihre Steuerpflicht korrekt nachweisen zu können.
- Standortnachteil für Deutschland: Die bislang vergleichsweise investorenfreundliche Besteuerung war ein Wettbewerbsvorteil Deutschlands im internationalen Kryptomarkt. Dessen Wegfall könnte Investoren und Unternehmen ins Ausland treiben.
- Anpassung der Anlagestrategien: Viele Anleger dürften ihre Portfolios und Verkaufszeitpunkte künftig stärker an steuerlichen Gesichtspunkten ausrichten.
Sollte die Haltefrist tatsächlich entfallen, würde dies die Anlagestrategie vieler Krypto-Investoren verändern. Langfristiges Halten hätte aus steuerlicher Sicht deutlich weniger Vorteile als bisher. Gleichzeitig könnte die Dokumentation von Kauf- und Verkaufszeitpunkten sowie die steuerliche Erfassung von Gewinnen weiter an Bedeutung gewinnen.
Bis zu einer gesetzlichen Neuregelung gilt jedoch unverändert die derzeitige Rechtslage: Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen bleiben nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei.













