Deutschlands Industrie schöpft neue Hoffnung

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Nwuw Konjunktur-Hoffnungen für Deutschland
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Industrie, Aufträge und Investitionen stärken die deutsche Konjunktur trotz wachsender politischer Unsicherheit.

Die CDU steht nach mehreren Wahlniederlagen unter Druck, die politische Unsicherheit nimmt zu. Zugleich hellt sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft auf. Vor allem Industrie und staatliche Investitionen wecken Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung.

Nach den Wahlschlappen in mehreren Bundesländern ist die CDU, die tragende Säule der Regierungskoalition, geschwächt. Die politische Unsicherheit in Deutschland nimmt zu. Gleichzeitig sendet aber die deutsche Wirtschaft ermutigende Signale.

Stimmung in der Industrie dreht

Das belegt die Stimmung unter den Unternehmen. Laut der jüngsten Umfrage des Ifo Instituts[1]zum Geschäftsklima stieg die Zuversicht der Unternehmen auf den höchsten Stand seit Mai 2023. Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage so positiv wie seit mehr als drei Jahren nicht. 


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Unter den verschiedenen Wirtschaftszweigen verzeichnet das für die deutsche Wirtschaft so wichtige verarbeitende Gewerbe die deutlichsten Verbesserungen. Dies betrifft insbesondere den Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen, der die jüngsten Zahlen der Industrieaufträge widerspiegelt. Vor allem im Bereich Ausrüstungsgüter deuten sie auf eine Erholung hin. Diese Entwicklung könnte eine Trendwende in der weiterhin schwachen Industrieproduktion einleiten und zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen führen. Auch die Unternehmen selbst werden hier zuversichtlicher: Die Beschäftigungsaussichten im verarbeitenden Gewerbe haben sich deutlich verbessert und den höchsten Stand seit rund drei Jahren erreicht.

Diese gestiegene Zuversicht in der deutschen Industrie zeigt sich nicht allein im Ifo-Geschäftsklima. Auch der Einkaufsmanagerindex zum verarbeitenden Gewerbe ist auf den höchsten Stand seit Mitte 2022 gestiegen. Zwar bleibt das Verbrauchervertrauen schwach und die Probleme der Automobilindustrie trüben weiterhin das Bild. Dennoch ist eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage unverkennbar. Die Prognosen für das BIP-Wachstum im Jahr 2026 liegen mittlerweile bei 1,3 % und damit deutlich höher als zu Jahresbeginn.

Das Konjunkturprogramm kommt in Gang

Doch es könnte noch besser kommen. Nachdem das deutsche Konjunkturprogramm zunächst große Hoffnungen geweckt, dann aber vielfach enttäuscht hatte, scheint es nun in Gang gekommen zu sein. Die Verteidigungsausgaben sind deutlich gestiegen und liegen nun um mehr als 30 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums[2]. 

Auch die Investitionen in Infrastruktur dürften in den kommenden Monaten erheblich zulegen. Dafür soll vor allem das Ende Juli in Kraft getretene Infrastruktur-Zukunftsgesetz sorgen. Es soll Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigen – unter anderem bei Schienen, Straßen, Binnenwasserstraßen und Flughäfen sowie in der Raumplanung. Zahlreiche Vorhaben erhalten den Status des „überragenden öffentlichen Interesses“. Hinzu kommt der Abbau von Doppelprüfungen, vereinfachte Planungsverfahren und verbindliche Fristen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, das bislang nur schleppend umgesetzte Infrastrukturprogramm mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro zu beschleunigen.

All dies gibt der deutschen Wirtschaft zusätzlichen Rückenwind. Sollte sich die Erholung weiter festigen, könnte sie vielleicht sogar die jüngst aufgezogenen politischen Wolken wieder auflösen.

Autor Enguerrand Artaz ist Stratege bei LFDE.

[1] Deutsches Wirtschaftsforschungsinstitut
[2] Daten vom August 2026


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