Einfamilienhausmarkt in Münchner und Umland zeigt sich wieder stabil

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Der Großraum München zählt zu den Gegengen Deutschlands mit den höchsten Immobilienpreisen (Symbolbild)

Die Kaufpreise für freistehende Einfamilienhäuser im Großraum München haben sich im Frühjahr 2026 weitgehend stabilisiert. Nach den deutlichen Korrekturen der vergangenen Jahre zeigt sich der Markt regional unterschiedlich – gefragt bleiben vor allem energetisch gut ausgestattete Immobilien.

Der Markt für freistehende Einfamilienhäuser im Großraum München hat sich im Frühjahr 2026 weitgehend stabil entwickelt. Wie das IVD-Marktforschungsinstitut mitteilt, haben sich die Kaufpreise gegenüber dem Herbst 2025 nur noch geringfügig verändert.


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Preisanstiege verzeichneten nach Angaben des Instituts die Kreisstadt Erding mit 3,1 Prozent und Fürstenfeldbruck mit 1,7 Prozent. In Ebersberg hingegen gaben die Preise um 1,5 Prozent nach. In München sowie in den Kreisstädten Dachau, Freising und Starnberg blieben die Kaufpreise gegenüber dem Herbst 2025 nahezu unverändert.

Nachfrage konzentriert sich auf energetisch gute Immobilien

Die anhaltend schwache Konjunktur belastet den Angaben zufolge weiterhin die Investitionsbereitschaft privater Haushalte und damit auch die Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum. Zugleich haben geopolitische Unsicherheiten sowie gestiegene Energie- und Rohstoffpreise den Inflationsdruck erhöht. In der Folge sind auch die langfristigen Bauzinsen leicht gestiegen, wodurch die Finanzierung von Wohneigentum anspruchsvoll bleibt.

Trotzdem bleibt die Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern im Münchner Umland grundsätzlich bestehen. Kaufinteressenten achten laut IVD inzwischen stärker auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis und die langfristige Finanzierbarkeit einer Immobilie.

Besonders gefragt sind weiterhin Einfamilienhäuser in guten Wohnlagen mit zeitgemäßer energetischer Ausstattung und ohne größeren Modernisierungsbedarf. Da das Angebot solcher Objekte begrenzt bleibt, entwickelten sich die Kaufpreise im Frühjahr 2026 überwiegend stabil. In einzelnen Teilmärkten wurden sogar wieder leichte Preiszuwächse registriert.

Preisniveau bleibt unter dem Stand vor der Zinswende

Im längerfristigen Vergleich zeigen sich die Auswirkungen der Zinswende weiterhin deutlich. Nach Angaben des IVD liegen die Kaufpreise für freistehende Einfamilienhäuser im Frühjahr 2026 in München und den meisten untersuchten Kreisstädten unter dem Niveau vor Beginn des Zinsanstiegs.

Die stärksten Rückgänge im Fünfjahresvergleich mit dem Frühjahr 2021 verzeichnet Ebersberg mit zehn Prozent, gefolgt von München mit neun Prozent und Erding mit acht Prozent. In Fürstenfeldbruck und Dachau liegen die Preisrückgänge zwischen fünf und sechs Prozent. Eine Ausnahme bilden Freising und Starnberg. Dort liegen die Kaufpreise aktuell rund zwei Prozent beziehungsweise ein Prozent über dem Niveau des Frühjahrs 2021.

Die in der Untersuchung ausgewiesenen Kaufpreise beziehen sich jeweils auf Einfamilienhäuser in guter Wohnlage beziehungsweise mit gutem Wohnwert.

DAS SAGT DIE REDAKTION

Stefan Löwer
Stefan Löwer Ressortleiter Sachwertanlagen & Immobilien, Ressortleiter Finanzberater

Der Preisrückgang gegenüber 2021 ist das eine, das andere ist der reale Wertverlust. Die Inflation allein zwischen 2022 und 2025 summiert sich auf über 18 Prozent. Beides zusammen entspricht also einem Rückgang des realen Wertes der Immobilien von 20 bis fast 30 Prozent. Das ist schon eine beachtliche Korrektur.


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