Die ERGO Group AG schafft im Vorstand eine neue Position für Künstliche Intelligenz. Ab dem 1. Oktober 2026 verantwortet Guy Goldstein als ERGO Chief AI Officer (CAIO) die konzernweite Umsetzung von KI. Das teilt der Versicherer am 25. September 2026 in Düsseldorf mit. Parallel dazu scheidet Mark Klein, der bislang das Amt des Chief Digital Officer bei der ERGO Group AG innehatte, zum Jahresende auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus.
Guy Goldstein bringt Erfahrung aus ERGO NEXT mit
Goldstein bekleidet die neue Vorstandsposition zusätzlich zu seiner Funktion als CEO von ERGO NEXT in den USA. Den Schaden- und Unfallversicherer für Kleinunternehmer hat er 2016 in Palo Alto gegründet. Mithilfe einer eigenentwickelten Technologieplattform baute er ihn anschließend zu einem der führenden digitalen Versicherer der USA aus. ERGO und die Munich Re begleiteten ERGO NEXT bereits seit 2017 als Partner. Seit dem vergangenen Jahr gehört das Unternehmen vollständig zur ERGO Group.
ERGO Chief AI Officer soll KI in allen Märkten verankern
Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der ERGO Group AG, ordnet die Berufung des ERGO Chief AI Officer ein. Damit wolle die Gruppe ihre Ambition untermauern, Künstliche Intelligenz systematisch entlang der Wertschöpfungskette und in allen Märkten einzuführen. Ähnlich wie andere Finanzdienstleister setzt auch die Branche verstärkt auf den Einsatz von KI, wie etwa das Beispiel Dr. Klein, das ChatGPT an Echtdaten koppelt, um die Baufinanzierungsberatung zu stärken, zeigt. Goldstein sei dafür ein anerkannter Visionär für Künstliche Intelligenz. Zudem habe er mit ERGO NEXT eines der fortschrittlichsten, auf KI basierenden Versicherungsvorhaben erfolgreich im Markt etabliert, so Rieß. Wörtlich sagt er: „Diese Innovationskraft und Erfahrung integrieren wir nun konsequent in unser Group Board und machen sie damit für die gesamte ERGO nutzbar.“
Mark Klein verlässt den ERGO-Vorstand
Seit 2016 fungiert Mark Klein als Chief Digital Officer von ERGO – anfangs bei der damals noch so genannten ERGO Digital Ventures AG. Dem Vorstand der ERGO Group AG gehört er seit 2024 an. In dieser Position trug er neben den strategischen Digitalisierungsprojekten auch die Verantwortung für das konzernweite Marketing und die internationalen Partnerschaften.
Rieß würdigt Kleins Arbeit anlässlich des Ausscheidens. Wenn sich ERGO heute als konsequent technologie- und KI-getriebener Erstversicherer am Markt positioniere, sei dies auf das digitale Fundament zurückzuführen, das Klein gelegt habe. Gemeinsam mit seinen Teams habe er für ERGO herausragende Pionierarbeit geleistet. Zugleich hätten sie die digitale Expertise der Gruppe mit hoher Geschwindigkeit ausgebaut, so Rieß. Auch habe Klein die Marke über die letzten Jahre entscheidend vereinheitlicht, auf den neuesten Stand gebracht und mit großer Reichweite positioniert. Rieß sagt: „Für all das gilt ihm mein ganz besonderer Dank. Ich wünsche ihm für seine berufliche wie private Zukunft nur das Beste.“ Personelle Neuausrichtungen an der Führungsspitze sind derzeit branchenweit zu beobachten, etwa auch beim Wechsel an der Janitos-Spitze, wo Issagholian den Vorstandsvorsitz übernimmt und Gogg neuer Finanzvorstand wird. Ebenso sorgt der Wechsel eines Vertriebsexperten von Allianz zu Canada Life als neuen Director Sales aktuell für Bewegung im Markt.
ERGO Group: Zahlen zum Hintergrund
ERGO gehört zu den international tätigen Versicherungsgruppen und ist in mehr als 20 Ländern vertreten. Drei Gesellschaften lenken die Geschäfte innerhalb der ERGO Group AG: die ERGO Deutschland AG, die ERGO International AG sowie die ERGO Technology & Services Management AG. Die Gruppe beschäftigt über 36.000 Personen, darunter fest angestellte Mitarbeiter und selbstständige Vermittler. Der Versicherungsumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 21,7 Milliarden Euro bei einem Ergebnis von 917 Millionen Euro. Der Versicherer gehört zum Rückversicherungskonzern Munich Re.













