GKV-Reform: Wann sich der Wechsel in die Private Krankenversicherung lohnt

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GKV-Reform 2027 erhöht Beiträge und begrenzt Leistungen. Für wen ein Wechsel in die PKV jetzt sinnvoll ist.

Die geplante GKV-Reform dürfte gesetzlich Versicherte deutlich mehr kosten – und könnte für einige den Ausschlag geben, in die Private Krankenversicherung zu wechseln. Wer wechseln kann, was das kostet und warum der richtige Zeitpunkt entscheidender ist, als viele denken.

Hinter verschlossenen Türen und in zahlreichen Sitzungen wurde lange diskutiert und wohl viel gestritten – doch nun ist es soweit: das Bundeskabinett hat Ende April den Reformentwurf zur gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen, dessen finale Verabschiedung Mitte Juli angestrebt wird. Ob der Zeitplan eingehalten wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber schon jetzt, dass sich die Reform auch unmittelbar auf die Geldbeutel der Krankenversicherten auswirken wird. Noch ist die Reform also nicht durch den Bundestag, doch wichtige Eckpunkte stehen – und an allzu vielen Schrauben dürfte nun wohl auch nicht mehr gedreht werden, das Grundgerüst steht. 

Mehrkosten für gesetzlich Versicherte

Bereits ohne das Reformpaket ist in der gesetzlichen Krankenversicherung der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf etwa 2,9 Prozent gestiegen – so hoch wie noch nie. „Und mit der Reform werden gesetzlich Versicherte wohl noch stärker zur Kasse gebeten – etwa durch Einschränkungen der kostenlosen Familienversicherung, höhere Zuzahlungen, Leistungskürzungen und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze“, erklärt Carsten Telaar, Krankenversicherungsexperte (DMA) der Laureus AG Privat Finanz. 


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Für Gutverdiener bedeutet dies: Die monatliche Belastung durch die Krankenversicherung dürfte neue Höchststände erreichen, während die Versorgung wahrscheinlich eher schlechter wird. Doch es gibt eine Alternative: Die Private Krankenversicherung. Wer die Versicherungspflichtgrenze überschreitet, bis zu der die Mitgliedschaft in der GKV obligatorisch ist, kann sich angesichts der Entwicklung im Gesundheitswesen durchaus fragen, ob nicht ein Wechsel in die PKV langfristig günstiger und zugleich leistungsstärker ist. 

Womit gesetzlich Versicherte rechnen müssen

Weil mit der Versicherungspflichtgrenze auch die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze um 3.600 Euro pro Jahr steigen soll, müssen Gutverdiener künftig mit höheren GKV-Beiträgen rechnen. Bislang gilt: Bis zu einem jährlichen Verdienst von 69.750 Euro brutto (inklusive Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld) ist pro Jahr ein Krankenkassenbeitrag von zuletzt 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag zu leisten. Wer mehr verdient, zahlt für das Einkommen oberhalb dieser Grenze keine Krankenkassenbeiträge. 

Mit der Gesundheitsreform soll die Beitragsbemessungsgrenze für 2027 jedoch einmalig um 3.600 Euro auf 73.350 Euro brutto im Jahr ansteigen, hinzu kommt noch die turnusmäßige Anpassung der Bemessungsgrenze an die allgemeine Lohnentwicklung. Gesetzlich Versicherte mit einem Einkommen in dieser Größenordnung müssten also höhere Beiträge bezahlen. Schätzungen zufolge könnte die Mehrbelastung in der Kranken- und Pflegeversicherung für die betroffene Gruppe ab 2027 monatlich mehr als 130 Euro betragen. „Steigende Zuzahlungen für Medikamente und Behandlungen sowie ein Zusatzbeitrag für bislang kostenlos mitversicherte Familienmitglieder kämen nach den Reformplänen noch zusätzlich oben drauf“, weiß Versicherungsexperte Telaar. 

Guter Zeitpunkt für den Wechsel in die PKV

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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