Angesichts der zu erwartenden Mehrbelastung dürften einige gesetzlich Versicherte über einen Wechsel in eine Private Krankenversicherung nachdenken; dort bemisst sich der Beitrag nach den individuellen Gesundheitsrisiken und dem gewählten Leistungsumfang – und nicht nach dem Einkommen. „Wer noch jung ist und noch keine Vorerkrankungen hat, zahlt in der PKV in der Regel deutlich geringere Monatsbeiträge als gesetzlich Versicherte“, so Carsten Telaar, und fügt hinzu: „Eine frühzeitige Entscheidung in jungen, gesunden Jahren ist aus finanzieller Sicht empfehlenswert, um sich niedrige Einstiegsprämien und den langfristigen Aufbau von Altersrückstellungen zu sichern.“ Die finanziellen Ersparnisse gegenüber der GKV sollten im Idealfall aber nicht in jungen Jahren „verjubelt“, sondern für die zu erwartenden Beitragssteigerungen langfristig angelegt werden. Dann ist auch die Gefahr gering, im Ruhestand – aufgrund der gestiegenen PKV-Beiträge – den Lebensstandard nach unten anpassen zu müssen. „Die Möglichkeiten, die Ersparnisse sinnvoll anzulegen, sind vielfältig und von zahlreichen Faktoren abhängig. Um die individuell bestmögliche Variante zu wählen, ist eine umfassende Beratung sinnvoll“, empfiehlt Carsten Telaar.
Medizinische Vorteile und vertragliche Garantien
Doch die PKV kann nicht nur deutlich günstiger als die GKV sein. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil liegt auch in der vertraglichen Fixierung der Leistungen. Während der Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen durch politische Entscheidungen angepasst werden kann, sind PKV-Leistungen für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert. Privatversicherte genießen etwa häufig privilegierten Zugang zu innovativen Therapien und Medikamenten, die im GKV-System oft erst nach langwierigen Prüfverfahren in den Leistungskatalog aufgenommen werden. Darüber hinaus bietet die PKV Komfortleistungen, die die GKV nicht anbietet. Der Anspruch auf Chefarztbehandlung und die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer sind in vielen Tarifen Standard. Und: Mit einem Privatstatus erhalten Patienten in der Regel schneller einen Termin bei spezialisierten Fachärzten.












