Goldpreis über 4.400 Dollar: Was die Rally im August antreibt

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Goldpreis
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Schwacher US-Dollar und Zinserwartungen treiben Gold über 4.400 Dollar. Anleger müssen mit hoher Volatilität rechnen.

Der Goldpreis hat im August die Marke von 4.400 US-Dollar überschritten. Ein schwächerer Dollar und sinkende Anleiherenditen stützen die Nachfrage. Doch für den weiteren Jahresverlauf müssen sich Anleger auf deutliche Schwankungen einstellen.

Gold hat im August deutlich zugelegt und wurde zum Zeitpunkt der Stellungnahme bei 4.460,52 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Zuvor war der Preis nach mehreren volatilen Monaten zeitweise unter die Marke von 4.000 US-Dollar gefallen.

Für Rick Kanda, Managing Director bei The Gold Bullion Company, zeigt die schnelle Erholung, wie abrupt sich die Stimmung am Goldmarkt ändern kann. Anleger sollten ihre Entscheidungen daher nicht allein am aktuellen Preisniveau ausrichten.

Unterstützung erhält das Edelmetall vor allem durch den schwächeren US-Dollar und sinkende Renditen von US-Staatsanleihen. Diese Entwicklung setzte ein, nachdem das US-Finanzministerium höhere Rückkäufe langfristiger Staatsanleihen angekündigt hatte.


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Schwächerer US-Dollar stützt die Goldnachfrage

Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, lässt ein schwächerer Dollar den Goldpreis rechnerisch steigen. Zugleich verbilligt sich das Edelmetall für Käufer außerhalb der USA, wodurch die internationale Nachfrage zusätzlichen Auftrieb erhalten kann.

Auch die jüngsten Inflationsdaten beeinflussen den Markt. Während sich der Preisauftrieb in den USA abgeschwächt hat, ist die Inflation im Vereinigten Königreich leicht gestiegen. Die unterschiedliche Entwicklung zeigt, dass sich aus den globalen Inflationsdaten bislang kein einheitliches Bild ableiten lässt.

Entscheidend bleiben deshalb die Erwartungen an die weitere Geldpolitik. Niedrigere oder stabile Zinsen können Gold stützen, weil das unverzinste Edelmetall gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität gewinnt.

Goldpreis dürfte 2026 volatil bleiben

Kanda rechnet im weiteren Jahresverlauf mit anhaltenden Schwankungen, sieht den Goldpreis grundsätzlich aber weiterhin unterstützt. Anleger sollten nach seiner Einschätzung insbesondere die Zinsentwicklung aufmerksam verfolgen.

„Sollten wir weiterhin eine Schwäche des US-Dollars, niedrigere oder stabile Zinsen sowie anhaltende geopolitische Unsicherheit sehen, dürfte der Goldpreis weiter steigen.“

Einen geradlinigen Aufwärtstrend erwartet Kanda jedoch nicht. Stattdessen dürfte der Goldpreis auch in den kommenden Monaten zwischen kräftigen Kursgewinnen und deutlichen Rücksetzern schwanken.


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