Der Goldpreis konnte Anfang des Monats von seinem Tief bei 4.500 US-Dollar zweitweise bis auf 4.773 US-Dollar ansteigen. Dabei hatte sich eine potenzielle Bullenflagge ausgebildet, die durchaus weiteres Potenzial bis zum nächsten Widerstandsbereich bei rund 4.900 US-Dollar bot. Während der Silberpreis aufgrund der neuen indischen Zölle stark anzog, kam der Goldpreis hingegen kaum vom Fleck. Offenbar hatten viele Investoren auf einen weiteren Anstieg und einen bullischen Ausbruch aus der potenziellen Bullen-Flagge gesetzt, wurden letztlich doch enttäuscht.
Als der Silberpreis zu korrigieren begann und sich zeigte, dass es sich um ein isoliertes Ereignis am Silbermarkt handelte und der Goldmarkt nicht mitziehen würde, kam es zu einem erneuten Rücksetzer des Goldpreises. Dieser fiel zurück auf das Ausbruchsniveau bei rund 4.500 US-Dollar, unterschritt diese Marke und erreichte in dieser Woche im Tief sogar 4.450 US-Dollar. Das zeugt nicht von Stärke. Der langfristige Aufwärtstrend ist mittlerweile nur noch rund 70 US-Dollar entfernt. Dieser Bereich muss halten und ich gehe davon aus, dass er kurzfristig zunächst Bestand haben wird und sich der Preis in den kommenden Wochen weiter zwischen dem mittelfristigen Abwärtstrend seit Jahresbeginn und dem langfristigen Aufwärtstrend, der seit zweieinhalb Jahren intakt ist, einkeilen wird.
Sollte der Aufwärtstrend brechen, wäre eine stärkere Korrektur bis zur nächsten signifikanten Unterstützung wahrscheinlich. Bei einem bullischen Ausbruch über den Abwärtstrend wäre hingegen ein erneuter Anstieg bis auf 5.400 US-Dollar möglich. Insgesamt trübt sich das Gesamtbild etwas ein, weshalb man abwarten sollte, für welche Richtung sich der Markt entscheidet. Aktuell dürfte der Goldpreis weiterhin volatil seitwärts handeln, in einer relativ engen Spanne zwischen 4.400 US-Dollar auf der Unterseite und rund 5.000 US-Dollar auf der Oberseite. Sobald der Ausbruch erfolgt ist, werden wir wahrscheinlich eine dynamische Anschlussbewegung sehen.











