Helvetia Deutschland will Marktposition mit Maklern und IT-Investitionen ausbauen

Foto: Baloise
Helvetia Deutschland CEO Dr. Jürg Schilknecht sieht eine einmalige Gelegenheit, sich neu im deutschen Markt zu positionieren.

Mit der neuen Konzernstrategie der Helvetia Baloise Gruppe bekommt auch das Deutschland-Geschäft einen klaren Kurs. Im Mittelpunkt stehen profitables Wachstum, der Maklerkanal und Investitionen in Prozesse und Technik.

Die Helvetia Baloise Gruppe hat ihre neue Konzernstrategie vorgestellt. Sie stützt sich auf die drei Säulen Close, Focused und Excellent und soll die Weiterentwicklung in den Kernmärkten vorantreiben. Im Zentrum stehen profitables Wachstum, definierte Fokussparten und eine stärkere Marktnähe.

Für Helvetia Deutschland ist die Strategie mit einer klaren Rolle verbunden. Nach der Fusion von Helvetia und Baloise gehört die Gruppe mit einem Prämienvolumen von rund 20 Milliarden Euro zu den großen europäischen Versicherern. „Diese neue Größe schafft Stabilität, Investitionskraft und Expertise“, erklärt Dr. Jürg Schiltknecht, CEO Helvetia Deutschland, und betont: „Gleichzeitig bleibt unser Anspruch in Deutschland fest verankert. Wir sind nah an unseren Vertriebspartnern, verlässlich im Service und haben eine klare Ausrichtung auf unsere Fokussparten mit hochwertigen, wettbewerbsfähigen Produkten.“

Deutschland ist innerhalb der Gruppe die größte Auslandseinheit und soll die gestärkte Ausgangsbasis in profitables Wachstum übersetzen. Nach Unternehmensangaben liegt das Prämienvolumen bei mehr als 2,7 Milliarden Euro, die Combined Ratio bei rund 92 Prozent. Hinzu kommen rund 3.000 relevante Maklerverbindungen, 750 Vertriebspartner im Exklusivvertrieb und etwa 2.000 Mitarbeitende.

Maklergeschäft bleibt zentraler Wachstumstreiber

Im Vertrieb setzt Helvetia Deutschland auf eine enge Zusammenarbeit mit Maklern und anderen Partnern. Das Unternehmen will sich dabei über fachliche Expertise, persönliche Betreuung und Verlässlichkeit im Schadenfall positionieren. „Wir stehen an Ihrer Seite, wenn es darauf ankommt – heute und morgen.”

Besonders im Maklermarkt sieht der Versicherer Wachstumspotenzial. Dort will Helvetia Deutschland seine Position in den Fokussparten ausbauen und sich dauerhaft unter den führenden Anbietern etablieren. Gleichzeitig bleibt der Exklusivvertrieb Teil der Strategie, weil er den direkten Zugang zu Kundinnen und Kunden sichert und langfristige Beziehungen stützt.

Um diese Ziele zu erreichen, investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben in die Modernisierung der IT-Landschaft. Schnellere Prozesse, bessere Services und eine effizientere Betreuung sollen durch datengetriebene Auswertungen und den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz ergänzt werden.

Integration in Deutschland schreitet voran

Parallel dazu läuft die Integration in Deutschland weiter. Das Unternehmen arbeitet daran, Synergien zu heben, Strukturen zu vereinfachen und Prozesse zu harmonisieren. Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählt ein Freiwilligenprogramm, das vorzeitige Mitarbeiteraustritte auf freiwilliger Basis ermöglicht.


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Die nächsten Schritte im Vertrieb sind terminiert. Im Mai 2026 soll der gemeinsame Verkaufsstart für Makler erfolgen, im Juli 2026 folgt der Verkaufsstart für den Exklusivvertrieb. „Mit der Gruppenstrategie versteht Helvetia Deutschland den Augenblick der Fusion von Helvetia und Baloise als Schlüsselmoment. Es ist eine einmalige Gelegenheit für uns, sich neu im deutschen Markt zu positionieren. Diese Chance wird Helvetia Deutschland in der nächsten Strategiephase nutzen“, unterstreicht Schiltknecht.

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