BdV: Die Top-Ten der unnötigen Versicherungen

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Bianca Boss
Foto: Achenbach
BdV-Vorständin Bianca Boss

Welche Versicherungen schützen wirklich und welche kosten nur Geld? Der Bund der Versicherten hat einige Antworten und benennt konkrete Produktkategorien, auf die Verbraucher verzichten können.

Nicht die niedrige Prämie, sondern der passende Schutz sollte bei der Wahl einer Versicherung im Vordergrund stehen. Das betont der Bund der Versicherten (BdV) in einer aktuellen Einschätzung zu überflüssigen Policen. „Bei der Wahl der Versicherung kommt es vor allem darauf an, dass die Leistungen zum individuellen Bedarf passen“, sagt BdV-Vorständin Bianca Boss.


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Als existenziell bewertet der Verbraucherschutzverein den Schutz gegen die finanziellen Folgen von Haftungsfällen, Arbeitsunfähigkeit und Tod. Je nach Lebenssituation können weitere Absicherungen sinnvoll sein. „Aber nicht jede Police ist für jede Verbraucherin oder jeden Verbraucher sinnvoll. Einige braucht sogar niemand“, sagt Boss.

Ein Beispiel: Der Verlust eines Smartphones ist ärgerlich, aber selten existenzbedrohend. Handyversicherungen bieten nach BdV-Einschätzung ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, erstatten häufig nur den Zeitwert des Geräts und enthalten zahlreiche Leistungsausschlüsse. Ähnliches gilt für Elektronik- und Haushaltsgeräteversicherungen, die beim Kauf oft als attraktive Zusatzoption beworben werden, im Schadenfall aber meist nur eingeschränkt zahlen.

Kleinstversicherungen bieten kaum angemessenen Schutz

„Wir raten auch von Kleinstversicherungen wie Brillen-, Ticket- und Sportgeräteversicherungen ab, da sie weder existenzielle Risiken absichern noch ein angemessenes Prämien-Leistungsverhältnis bieten“, sagt Boss. Auch bei Krankenhaustagegeld-, Reisegepäck- und Restschuldversicherungen empfiehlt der BdV Zurückhaltung.

Besonders kritisch sieht der Verein kapitalbildende Produkte, die Risikoabsicherung und Geldanlage miteinander verbinden: Dazu gehören Ausbildungs-, Sterbegeld- und klassische Lebensversicherungen. „Sie sind intransparent, teuer und unflexibel“, sagt Boss. Gleiches gelte für fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen.

Wer für das Alter, Kinder oder Hinterbliebene vorsorgen möchte, fährt nach Ansicht des BdV mit einem transparenten ETF-Sparplan besser.

Seite 2: Die Top-Ten der überflüssigen Versicherungen

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