Er könnte in seiner Rede auf die Bedenken des Marktes eingehen. Das große Problem ist nicht das Fehlen einer Forward Guidance, sondern die mangelnde Konkretisierung der Geldpolitik. Warsh müsste die Faktoren hervorheben, die er bei der Festlegung des geldpolitischen Kurses berücksichtigt. Ohne glaubwürdige mögliche Reaktionen auf neue Daten klingt das Versprechen der Preisstabilität hohl. Das Problem bei diesem Ansatz ist, dass es angesichts der unzähligen Schocks, die die Wirtschaft beeinflussen, kontraproduktiv sein könnte, eine schwarz-weiß gezeichnete Haltung festzulegen. Dies ist besonders schwierig angesichts der von ihm hervorgehobenen Themen im Zusammenhang mit neuen Datenquellen, der Rolle der Bilanz, den Auswirkungen künstlicher Intelligenz und der Inflation.
Alternativ könnte sich Warsh auf die Themen der von ihm eingesetzten Arbeitsgruppen konzentrieren, die seiner Ansicht nach für die Geldpolitik entscheidend sind. Wenn er diesen Weg einschlägt, könnte die Antwort des Marktes jedoch negativ ausfallen – da dies als Ausweichen vor den offenen Fragen der Anleger gewertet werden könnte. Die Glaubwürdigkeit der Fed würde Schaden nehmen.
Für Warsh wird es auf jeden Fall ein Drahtseilakt werden. Er kennt die Vor- und Nachteile der beiden oben skizzierten Ansätze. Er ist ein erfahrener Stratege und es ist durchaus möglich, dass er etwas aus dem Hut zaubert, das die Märkte beruhigt. Aber es wird nicht einfach sein.
Die Autoren: Kish Pathak, Fixed Income Research Analyst, und Erik Weisman, Chief Economist & Portfolio Manager bei MFS Investment Management.












