Die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA haben zuletzt nachgelassen. Für September preist der Markt eine Anhebung nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 33 Prozent ein. Für die Dezember-Sitzung preist der Markt weiterhin eine mögliche Zinserhöhung ein.
Die FOMC-Minutes am Mittwoch haben dabei einen entscheidenden Nachteil. Sie spiegeln die Diskussion der Fed vor den jüngsten schwächeren Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten wider. Das Protokoll könnte deshalb restriktiver klingen, als es die aktuelle Datenlage nahelegt.
Seit der Sitzung haben sich sowohl Arbeitsmarkt als auch Inflationsdruck abgeschwächt. Hawkishe Töne in den Minutes könnten daher kurzfristig für Volatilität bei Aktien, Anleihen und Gold sorgen, ohne die Zinserwartungen zwangsläufig grundlegend zu verändern.
Der Blick dürfte sich deshalb schnell auf Jackson Hole in der kommenden Woche richten. Entscheidend wird sein, wie Fed-Chef Kevin Warsh die neuen Daten bewertet und was sie aus seiner Sicht für den weiteren Zinskurs bedeuten. Die Minutes sind damit eher das Vorspiel. Die aktuellere geldpolitische Einordnung dürfte in Jackson Hole folgen.
Autor Maximilian Wienke ist Marktanalyst bei eToro.












