Die Versicherungsgruppe die Bayerische hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Fortschritten bei Ertragskraft und Eigenkapital abgeschlossen. Die Konzernmutter BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. verdoppelte ihren Jahresüberschuss auf 9,2 Millionen Euro nach 4,4 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kapitalbasis insgesamt stieg auf einen neuen Rekordwert von 284,2 Millionen Euro, das Eigenkapital der BY erhöhte sich auf 195,2 Millionen Euro.
Auch das Neugeschäft der Konzernmutter entwickelte sich deutlich. Die Beitragssumme im Neugeschäft verdoppelte sich nahezu auf 1.217,8 Millionen Euro nach 623,8 Millionen Euro im Vorjahr. Die laufenden Beiträge der BY stiegen um 29,8 Prozent auf 69,1 Millionen Euro. Der Vertragsbestand im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wuchs auf 122.000 Verträge nach 110.000 im Vorjahr.
Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit einer bereits 2024 eingeleiteten Refokussierung. Nach einem außergewöhnlichen Einmalbeitragseffekt im Vorjahr lag der Schwerpunkt 2025 auf laufendem Beitragswachstum und Substanzstärkung. „Die BY hat 2025 bewusst Beitragsqualität vor kurzfristiges Volumen gestellt. Entscheidend ist für uns nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Geschäft, das langfristig trägt. Die nahezu verdoppelte Beitragssumme im Neugeschäft, der deutlich höhere Jahresüberschuss und die gestärkte Kapitalbasis zeigen: Die Gesellschaft gewinnt weiter an Substanz“, sagt Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen.
Komposittochter BA mit Combined Ratio von 90,5 Prozent
Der Kompositversicherer BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG steigerte sein Ergebnis vor Ergebnisabführung um mehr als 400 Prozent auf 4,1 Millionen Euro. Die Combined Ratio brutto sank infolge konsequenter Portfoliosteuerung auf 90,5 Prozent. Die gebuchten Beiträge wuchsen um rund sieben Prozent auf 251 Millionen Euro – in etwa auf dem Niveau des Schaden- und Unfallversicherungsmarkts.
„Die BA hat ihre operative Ertragskraft deutlich verbessert und gleichzeitig Wachstum erzielt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit an Portfolio, Prozessen und Steuerung. Eine Combined Ratio von 90,5 Prozent zeigt, dass unser Kompositgeschäft heute deutlich robuster aufgestellt ist“, sagt Martin Gräfer, Vorstandsvorsitzender der BA.
Die laufenden Beiträge der gesamten Versicherungsgesellschaften der Bayerischen stiegen 2025 auf 566,7 Millionen Euro nach 526,7 Millionen Euro im Vorjahr, ein Plus von 7,6 Prozent. Im Lebensversicherungsgeschäft legten die laufenden Beiträge um 7,9 Prozent zu – deutlich über dem vom GDV ausgewiesenen Markttrend von 0,1 Prozent.
Lebentochter BL baut Eigenkapital aus
Die BL die Bayerische Lebensversicherung AG steigerte ihre gebuchten Bruttobeiträge auf 420,9 Millionen Euro nach 408,6 Millionen Euro im Vorjahr. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 113,2 Millionen Euro nach 93,2 Millionen Euro. Der Vertragsbestand lag weiterhin bei rund 239.000 Verträgen. Die Beitragssumme im Neugeschäft ging auf 1.072,6 Millionen Euro zurück nach 1.223,3 Millionen Euro im Vorjahr.
Die BL ist strategisch stärker auf Altersvorsorge und fondsgebundene Vorsorge ausgerichtet. Das biometrische Geschäft, insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicherung, liegt bei der Konzernmutter BY. „Die BL ist die Werkbank der neuen Vorsorge. Hier geht es darum, Bestand solide zu steuern, Neugeschäft gezielt auszurichten, Kapitalmarktentwicklungen zu verarbeiten und das Vorsorgegeschäft Schritt für Schritt auf langfristig tragfähige Lösungen auszurichten“, sagt Schneidemann.
Vertriebsnetz auf mehr als 1.400 Partner gewachsen
Die Zahl der direkt an die Bayerische angebundenen Beraterinnen und Berater ist 2025 deutlich gestiegen. Gemeinsam mit dem Exklusivvertrieb und den bei der Tochtergesellschaft compexx Finanz AG angebundenen Fachleuten umfasst das direkte Partnernetz aktuell mehr als 1.400 Partnerinnen und Partner.
„Persönliche Beratung wird gerade in Zeiten staatlicher Reformen und zunehmender Unsicherheit weiter an Bedeutung gewinnen. Unsere Aufgabe ist es, diese Beratung mit digitalen Prozessen, KI-gestützter Unterstützung und konkreten Vorsorge- und Präventionslösungen zu stärken. Genau darin sehen wir einen wichtigen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre“, sagt Gräfer.














