Der Generali-Konzern hat seine Geschäftszahlen vorgelegt und dabei in allen wesentlichen Kennziffern zugelegt. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf 53,4 Milliarden Euro, ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber waren sowohl die Schaden- und Unfallversicherung mit einem Plus von 6,3 Prozent als auch die Lebensversicherung mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent.
Besonders kräftig entwickelte sich das operative Ergebnis: Es kletterte um 11,2 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis legte um 13,7 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu; das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 1,68 Euro, ein Anstieg von 14,3 Prozent. Das gesamte verwaltete Vermögen des Konzerns erreichte zum Stichtag 944 Milliarden Euro und lag damit 4,9 Prozent über dem Wert des Geschäftsjahres 2025.
In der Lebensversicherung verzeichnete Generali Nettozuflüsse von 8,3 Milliarden Euro. Der Neugeschäftswert – ein Maßstab für die Profitabilität neu abgeschlossener Verträge – stieg um 21,1 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.
Combined Ratio durch Naturkatastrophen belastet
Die Combined Ratio, die das Verhältnis von Kosten und Schäden zu den Prämieneinnahmen abbildet, lag bei 91,5 Prozent – ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die undiskontierte Combined Ratio betrug 93,8 Prozent, ebenfalls 0,7 Prozentpunkte höher. Beide Kennziffern wurden durch Naturkatastrophen belastet, die mit 1,9 Prozentpunkten zu Buche schlugen. Werte unter 100 Prozent gelten als profitabel.
Überdurchschnittlich stark wuchs der Bereich Asset & Wealth Management: Hier stieg das operative Ergebnis um 31,3 Prozent, getragen von einer soliden Entwicklung in beiden Teilsegmenten – der institutionellen Vermögensverwaltung und der Banca Generali.
Die Kapitalausstattung des Konzerns bleibt solide. Die Solvabilitätsquote lag bei 216 Prozent, nach 219 Prozent im Geschäftsjahr 2025. Der Rückgang erklärt sich unter anderem durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Millionen Euro.
CEO Donnet sieht Kurs des Strategieplans bestätigt
Group-CEO Philippe Donnet kommentiert die Zahlen mit Verweis auf den laufenden Strategieplan: „Diese hervorragenden Ergebnisse zeigen die sehr starken Fortschritte, die wir im Rahmen unseres Plans ‚Lifetime Partner 27: Driving Excellence‘ erzielt haben. Sie sind getragen von der äußerst soliden Leistung aller Geschäftsbereiche. Im Versicherungsgeschäft haben sowohl die Lebensversicherung als auch die Schaden- und Unfallversicherung ihren Kurs des soliden Wachstums beim operativen Ergebnis und bei der technischen Profitabilität fortgesetzt – trotz der stärkeren Auswirkungen von Naturkatastrophen.“
Donnet nennt auch technologische Prioritäten für die weitere Umsetzung des Plans: „Gemeinsam werden wir weiter nach Exzellenz in unseren Kundenbeziehungen, unseren Kernkompetenzen und im operativen Modell streben – gestützt auf KI, Datennutzung und einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen, der auf Konsequenz, Disziplin und einer langfristigen Perspektive beruht.“













