Kühne+Nagel: Prognose erhöht nach starkem drittem Quartal

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Kühne+Nagel-Container auf einer Brücke
Bild: Tobias Arhelger - stock.adobe.com
Hochkomplexe Bauteile für Rechenzentren sind für Logistiker wie Kühne+Nagel besonders lukrative Fracht.

Kühne+Nagel erhöht die Jahresprognose für 2026 zum zweiten Mal - nach einem starken dritten Quartal mit Rückenwind aus Luft- und Seefracht. Welche Zahlen dahinterstecken und was der KI-Boom damit zu tun hat, zeigt der Überblick.

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erneut erhöht. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, soll nach einem kräftigen dritten Quartal nun mehr am Ende des Jahres stehen. Dazu trug auch die zuvor schwächelnde Seefracht bei, die überraschend deutlich zulegte. Für 2026 peilt der Schweizer Konzern ein operatives Ergebnis in Höhe von 1,5 bis 1,6 Milliarden Franken an. Bislang hatte die Spanne bei 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken gelegen. Bereits im vergangenen Sommer hatte der Konzern seine Zielmarken nach oben korrigiert.

Im dritten Quartal kletterte der Nettoumsatz, wie das Unternehmen bekanntgab, auf 7,39 Milliarden Franken - ein Anstieg von 22 Prozent. Auch ohne Berücksichtigung von Währungseffekten lag das Plus bei 22 Prozent. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten.

Luftfracht wächst dank KI-Boom

Treiber des Wachstums war erneut die Luftfracht. Der Umsatz legte hier währungsbereinigt um 37 Prozent zu. Als Hauptgrund nannte der Konzern die wachsende Nachfrage nach logistischen Lösungen rund um Cloud-Infrastruktur und Halbleitertechnik; Kühne+Nagel zählt zu den Unternehmen, die vom anhaltenden KI-Boom profitieren. Müssen hochkomplexe Bauteile für Rechenzentren etwa von Asien in die USA transportiert werden, sind das für Logistiker besonders lukrative Aufträge.

Seefracht überrascht mit kräftigem Comeback

Deutlich überraschender fiel die Entwicklung in der Seefracht aus, die zuletzt mehrere Quartale lang geschwächelt hatte. Hier wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 20 Prozent, basierend auf einem Volumenzuwachs von fünf Prozent. Laut Kühne+Nagel gewann der Konzern dabei Marktanteile auf den Handelsrouten aus Asien sowie im Transatlantikgeschäft. Zusätzlichen Schub lieferte der weitere Ausbau der Exportvolumen chinesischer Kunden.


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Kühne+Nagel: Prognose erhöht nach starkem Ergebnisplus

Auch auf der Ergebnisseite zeigte sich das Wachstum deutlich. Der um volatile Frachttarife bereinigte Rohertrag wuchs im gesamten Konzern um 13 Prozent und erreichte 2,39 Milliarden Franken. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 53 Prozent auf 435 Millionen Franken. Der Reingewinn legte ebenfalls um 53 Prozent auf 316 Millionen Franken zu. Die Konversionsmarge - das Verhältnis von Ebit zu Rohertrag - kletterte entsprechend auf 18,2 Prozent.

KennzahlDrittes Quartal 2026Veränderung zum Vorjahresquartal
Nettoumsatz7,39 Milliarden Franken+22 Prozent
Rohertrag (bereinigt)2,39 Milliarden Franken+13 Prozent
Ebit435 Millionen Franken+53 Prozent
Reingewinn316 Millionen Franken+53 Prozent
Konversionsmarge (Ebit/Rohertrag)18,2 Prozent-
Quelle: Kühne+Nagel

Vor diesem Hintergrund hat Kühne+Nagel die Prognose zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht. Für 2026 rechnet der Konzern nun mit einem operativen Ergebnis zwischen 1,5 und 1,6 Milliarden Franken.

PrognosestandEbit-Ziel für 2026
Bisherige Prognose1,35 bis 1,55 Milliarden Franken
Neue Prognose (nach drittem Quartal)1,5 bis 1,6 Milliarden Franken
Quelle: Kühne+Nagel

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