Netflix Quartalszahlen: Wachstum schwächelt, Aktie fällt deutlich

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Ein rotes, nach unten gedrehtes Play-Dreieck symbolisiert den fallenden Netflix-Kurs.
KI-generiert mit OpenAI
So kräftig wie der Gewinn wuchs, so deutlich bremste das Nutzerwachstum des Streaming-Marktführers.

Die neuesten Netflix Quartalszahlen zeigen das schwächste Wachstum seit Jahren, während der Gewinn kräftig steigt. Nach einem harten Stellenabbau und dem verlorenen Bieter-Wettstreit um Warner Bros. Discovery gerät die Netflix-Aktie zusätzlich unter Druck.

Die am Dienstag vorgelegten Netflix Quartalszahlen fallen beim Wachstum so schwach aus wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Umsatz des Streaming-Marktführers stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Damit traf der Konzern die Erwartungen der Analysten. Die Netflix-Aktie gab nach der Vorlage der Zahlen im nachbörslichen Handel zeitweise fünf Prozent nach.

Der Quartalsgewinn von Netflix wuchs unter dem Strich um 44 Prozent und erreichte 3,66 Milliarden Dollar. Dennoch will der Streaming-Dienst künftig stärker darauf hinwirken, dass Zuschauer mehr Zeit mit seinen Inhalten verbringen. „Wir wollen der Unterhaltungs-Dienst sein, den man haben muss“, sagt Co-Chef Ted Sarandos in einer Videokonferenz mit Analysten.

Netflix Quartalszahlen: Nummer eins, aber sinkende Aktivität

Netflix bleibt die klare Nummer eins im Videostreaming. Das Geschäft wächst allerdings, wie Sarandos selbst einräumt, langsamer als erwartet. Marktforscher berichteten zuletzt wiederholt von einer sinkenden Aktivität der Zuschauer. Bei der jüngsten Runde der Preisverleihungen gingen Filme und Serien des Streaming-Dienstes zudem weitgehend leer aus. Nach Hits wie „Stranger Things“ oder „Squid Games“ fehlte zuletzt ein Titel, der sich ähnlich im Zeitgeist etablieren konnte.

Stellenabbau und Führungswechsel bei Netflix

Vergangene Woche kam die Zäsur: Netflix strich rund sechs Prozent der Stellen, etwa 1.000 Mitarbeiter verloren ihren Job. Der Stellenabbau reicht bis in die Chefetage. So entließ der Konzern die langjährige Programmchefin Bela Bajaria. Sie sollte eigentlich dafür sorgen, dass möglichst alle Zielgruppen weltweit bei Netflix etwas Passendes finden. Kurz darauf musste auch Filmchef Dan Lin gehen. Bajarias Rolle übernimmt nun Peter Rice, der seine Karriere bei klassischen Studios wie Disney gemacht hat. Seit der Personalie wird spekuliert, der Streaming-Dienst könnte künftig mehr Filme zunächst breit in die Kinos bringen. Diesen Schritt hat Sarandos bislang stets als Ablenkung vom Kerngeschäft abgelehnt.


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Netflix verliert den Bieter-Wettstreit um Warner Bros. Discovery

Vergangenes Jahr versuchte Netflix, mit der Übernahme des Studio- und Streaming-Geschäfts von Warner Bros. für rund 80 Milliarden Dollar zu wachsen. Durch den Deal wäre das Angebot um das Fernsehprogramm des Bezahlsenders HBO sowie um Kinofilme ergänzt worden. Am Ende setzte sich jedoch der Hollywood-Rivale Paramount durch. Dessen Gebot galt dem gesamten Konzern Warner Bros. Discovery, zu dem auch Fernsehsender wie CNN gehören. Die aktuellen Netflix Quartalszahlen treffen auf eine Aktie, die bereits seit Monaten unter Druck steht. Sie liegt derzeit mehr als 40 Prozent unter ihrem Stand vor einem Jahr.

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