Münzen sind das beliebteste Sammelobjekt der Deutschen. Und ausgerechnet die Generation, die im Alltag am häufigsten zum Smartphone greift, sammelt sie am eifrigsten. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der World Money Fair.
21,8 Prozent der Befragten geben an, Münzen zu sammeln. Damit liegen sie vor Souvenirs, Briefmarken, Sammelkarten und Schmuck. Besonders auffällig ist die Altersverteilung: Unter den 18- bis 29-Jährigen sammeln 35,1 Prozent Münzen, während es in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen nur 16,1 Prozent sind. Die jüngste Befragtengruppe sammelt damit mehr als doppelt so häufig wie die ältere.
30,2 Prozent der Befragten bewahren besondere Münzen oder Geldscheine als Erinnerung auf, 23,3 Prozent als Souvenir aus dem Urlaub, 17,1 Prozent ausdrücklich als Sammelobjekt. Daneben nutzen 21,2 Prozent Bargeld zum Sparen und 12,1 Prozent als Wertanlage.
Warum junge Deutsche Münzen und digitales Zahlen kombinieren
„Die Zahlen decken sich mit dem, was wir auf der World Money Fair seit Jahren beobachten: Sammeln verbindet Generationen. So ist der Altersdurchschnitt von 2024 bis heute um 3,6 Jahre gesunken. Besonders an den Familientagen sehen wir, wie Großeltern und Eltern ihre Begeisterung weitergeben. Dass junge Menschen heute parallel digital bezahlen und Münzen sammeln, ist für uns kein Widerspruch, sondern Ausdruck eines bewussten Umgangs mit physischem Geld“, sagt Goetz-Ulf Jungmichel, Geschäftsführer der World Money Fair.

In Schubladen, Dosen und Sparschweinen sammeln sich dabei oft beachtliche Mengen an: 26,3 Prozent der Deutschen bewahren 100 oder mehr Münzen zu Hause auf. Besonders ausgeprägt ist das bei den Jüngeren: 70,1 Prozent der 18- bis 29-Jährigen horten altes, ausländisches oder gesammeltes Bargeld daheim – also genau jene Gruppe, die im Alltag am häufigsten kontaktlos zahlt.
Bargeld bleibt meistgenutztes Zahlungsmittel
Insgesamt bleibt Bargeld das meistgenutzte einzelne Zahlungsmittel der Deutschen: 43,7 Prozent greifen im Alltag am häufigsten darauf zurück, für zwei Drittel ist es ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags – trotz wachsender digitaler Alternativen wie Smartphone, Girocard und Kreditkarte.















