Allianz Lebensversicherung, Allianz Private Krankenversicherung und Allianz France beteiligen sich am „Scaleup Europe Fund“ des European Innovation Council (EIC), an dem sich auch die EU-Kommission als Gründungsinvestor beteiligt. Der Fonds soll ein Zielvolumen von fünf Milliarden Euro erreichen und europäische Wachstumsunternehmen in strategischen Technologiefeldern finanzieren.
Die Investitionssumme der Allianz steuert das Allianz Investment Management. Sie stammt größtenteils aus Versichertengeldern der Allianz Lebensversicherung und der Allianz Private Krankenversicherung in Deutschland, ein weiterer Teil kommt von Allianz France. Bereits im Februar hatte die Allianz einen Letter of Intent unterzeichnet, um sich als Gründungsinvestor am Fonds zu beteiligen. Mit dem Management des Fonds ist die schwedische Investmentgesellschaft EQT beauftragt.
„Unsere Investition in den Scaleup Europe Fund zielt darauf ab, langfristig attraktive Renditen für das Vorsorgekapital unserer Kundinnen und Kunden zu erzielen. Zugleich leistet sie einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Europas: Europa bringt oft erstklassige Innovationen hervor, doch beim Sprung vom Start-up zum Scale-up fehlt vielen Gründern oft das notwenige Wachstumskapital. Damit adressiert der Fonds eine strategische Kapitallücke in Europa. Wir sind überzeugt, dass die nachhaltige Stärkung zukunfts- und wachstumsorientierter Branchen und Sektoren in Europa eine der zentralen wirtschaftspolitischen Aufgaben unserer Zeit ist“, sagt Ludovic Subran, Chief Investment Officer der Allianz SE.
Der Fonds im Kontext der Kapitalanlage
Initiiert wurde der Fonds von der Europäischen Kommission über den European Innovation Council, der sich auch finanziell beteiligt. Ziel ist es, das Skalierungsproblem europäischer Technologie-Start-ups zu lösen und die Finanzierungslücke für Wachstumsunternehmen zu schließen, die bislang nur eingeschränkten Zugang zu den Kapitalmärkten haben. Unternehmen sollen von Investitionen ab 100 Millionen Euro profitieren. Der Scaleup Europe Fund konzentriert sich auf Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Halbleitertechnologie, Robotik und autonome Systeme, Energietechnologien, Weltraumtechnologie, Biotechnologie, Medizintechnik und Agrartechnologie.
Die Allianz Lebensversicherung investiert rund 36 Prozent der Kundengelder – fast 100 Milliarden Euro – in alternative, nicht börsengehandelte Anlagen wie Infrastruktur, erneuerbare Energien, Private Equity, Mittelstandsfinanzierungen und Wachstumskapital. Dadurch erhalten auch Kundinnen und Kunden mit kleinen Sparbeiträgen Zugang zu professionell gemanagten Investments.
Bei der Allianz Private Krankenversicherung dienen Rücklagen dem Ausgleich altersbedingt höherer Gesundheitsausgaben. Von aktuell rund 37 Milliarden Euro sind etwa 14 Milliarden Euro in nicht börsengehandelte alternative Anlagen wie Infrastruktur investiert.
Französische Konzerngesellschaften folgen ähnlicher Strategie
Allianz Vie, die Konzerngesellschaft für die Privatkundenversicherung in Frankreich, legt rund 21 Prozent der Kundengelder – etwa 12 Milliarden Euro von insgesamt 58 Milliarden Euro – in alternative, nicht börsennotierte Anlagen wie Corporate Private Debt, Infrastruktur, erneuerbare Energien, Private Equity und Immobilien an.
Allianz Retraite, der Lebensversicherer der Allianz Gruppe in Frankreich, investiert rund 14 Prozent der Kundengelder – etwa zwei Milliarden Euro von insgesamt 14 Milliarden Euro – in vergleichbare Anlageklassen.














