Die Tesla-Aktie hat vergangene Woche kräftig angezogen und ist um 15 Prozent gestiegen, der stärkste Wochenanstieg seit fast einem Jahr. Das verschafft der Aktie vor den Quartalszahlen etwas Puffer, selbst bei möglichen Enttäuschungen. Trotzdem liegt der Kurs noch 20 Prozent unter dem Rekordhoch, während der breite US-Aktienmarkt längst neue Bestmarken erreicht hat. Aufholpotenzial ist also vorhanden.
Am Mittwoch stehen die Quartalszahlen samt Ausblick an, längst geht es dabei um mehr als nur das E-Auto-Geschäft. Entscheidend wird sein, wie Tesla seine Perspektiven in den Bereichen KI, Robotik und Energie darstellt. Der Iran-Konflikt ist ungelöst, die Ölpreise ziehen wieder an. Das wirkt in beide Richtungen. Höhere Spritpreise könnten die Nachfrage nach Elektroautos stützen, gleichzeitig belasten steigende Energiepreise die Kaufkraft und treiben die Logistik- und Produktionskosten an. Gerade bei hochpreisigen Anschaffungen wie Autos kann das schnell bremsen.
Hinweise auf Engpässe bei Batterierohstoffen oder Halbleitern wären ein Warnsignal. Die Zahlen werden zeigen, wie robust Tesla in diesem Umfeld aufgestellt ist. Gleichzeitig gewinnt die Energie-Sparte weiter an Bedeutung. Sie wächst aktuell am schnellsten, profitiert direkt von hohen Energiepreisen und dient als Gegengewicht zum schwankungsanfälligeren Autogeschäft. Viele Anleger sehen hier bereits „das nächste große Ding“ – Tesla wird zunehmend als KI- und Energieunternehmen wahrgenommen. Und nicht zuletzt steht auch der mögliche Börsengang von SpaceX im Raum, der zusätzliche Fantasie in die Bewertung bringen könnte.
Autor Maximilian Wienke ist Marktanalyst bei eToro.












