Union Investment bietet seit dem 27. April den Aktienfonds „UniThemen Europäische Autonomie“ an. Der Fonds richtet sich an Anleger, die an Unternehmen partizipieren wollen, die Europas wirtschaftliche und technologische Souveränität stärken.
Hintergrund sind zunehmende geopolitische Spannungen und gewachsene Abhängigkeiten in zentralen Industrien. Besonders betroffen sind Bereiche wie Verteidigung, Technologie, Energie und kritische Infrastruktur.
„Europa muss seine eigenen Stärken konsequent ausbauen und in strategisch relevante Schlüsselindustrien investieren“, sagt Portfoliomanagerin Vera Diehl. „Es geht nicht darum, sich von der Weltwirtschaft abzukoppeln, sondern gezielt Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig stabile Partnerschaften zu stärken.“
Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit im Fokus
Das Fondsvermögen wird überwiegend in Aktien und aktienähnliche Wertpapiere europäischer Unternehmen investiert. Ergänzend können globale Unternehmen beigemischt werden, sofern sie mit Produkten, Dienstleistungen oder Kooperationen die europäische Autonomie unterstützen.
Die Anlagestrategie konzentriert sich auf drei Themenfelder: Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit. Im Bereich Sicherheit berücksichtigt das Fondsmanagement Unternehmen, die etwa zur Verteidigungsfähigkeit, Cybersicherheit oder Satellitentechnologie beitragen.
Bei der Wettbewerbsfähigkeit stehen Unternehmen im Fokus, die Europas globale Position stärken, etwa in der Halbleiterindustrie, bei Künstlicher Intelligenz oder strategischen Rohstoffen. Widerstandsfähigkeit umfasst unter anderem Energieversorgung, robustere Lieferketten und digitale Souveränität.
Politische Programme stützen den Trend
„Der Fonds bildet drei eng verzahnte Wachstumsfelder ab und bietet zugleich eine breite Diversifikation mit klarer thematischer Ausrichtung“, so Diehl.
Unterstützt wird das Thema durch staatliche Investitionsprogramme. Union Investment nennt unter anderem ReArm Europe mit rund 800 Milliarden Euro für Verteidigung und Sicherheit, den European Chips Act mit rund 43 Milliarden Euro für Halbleiterproduktion sowie den Green Deal mit Investitionen von über einer Billion Euro in nachhaltige Infrastruktur bis 2030.
„Der Fonds positioniert sich gezielt an der Schnittstelle dieser milliardenschweren Investitionsprogramme. Damit bietet er Zugang zu Unternehmen, die von diesen Investitionen profitieren – strukturell, langfristig und mit klarem politischem Rückenwind“, erläutert Diehl.
Anlagehorizont von mindestens sieben Jahren
Der „UniThemen Europäische Autonomie“ richtet sich an Anleger, die langfristige Wachstumschancen europäischer Unternehmen im Umfeld strategischer Autonomie nutzen wollen.












