ZIA: Koalitionsbeschlüsse stärken Investitionssicherheit im Wohnungsbau

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Iris Schöberl, ZIA
Foto: ZIA/Laurence Chaperon
Bewertet die Koalitionsbeschlüsse positiv: ZIA-Präsidentin Iris Schöberl

Der Zentrale Immobilien Ausschuss bewertet die Koalitionsbeschlüsse der Bundesregierung als positives Signal für den Immobilienstandort Deutschland. Entbürokratisierung, bessere Finanzierungsbedingungen und die Absage an Vergesellschaftung dürften den Markt beruhigen.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) hat die Koalitionsbeschlüsse der Bundesregierung grundsätzlich positiv bewertet. Aus Sicht des Branchenverbands adressieren die Maßnahmen zentrale Hemmnisse für Investitionen in den deutschen Immobilienmarkt: überbordende Bürokratie, langwierige Genehmigungsverfahren und eingeschränkte Finanzierungsspielräume. Besonders hervorgehoben wird die klare Ablehnung von Vergesellschaftungsvorhaben im Wohnungsmarkt.

„Die angekündigten Maßnahmen setzen wichtige Impulse für den Wirtschafts- und Immobilienstandort Deutschland und spiegeln langjährige Forderungen des ZIA wider. Besonders entscheidend ist die klare Ablehnung von Vergesellschaftungsvorhaben. Sie schafft das Vertrauen und die Investitionssicherheit, die nötig sind, um wieder mehr Wohnraum zu schaffen und privates Kapital zu mobilisieren“, sagt Iris Schöberl, Präsidentin des ZIA.

Entbürokratisierung soll Planungs- und Investitionsprozesse beschleunigen

Die angekündigten Schritte zur Entbürokratisierung wertet der ZIA als wesentlichen Bestandteil des Gesamtpakets. Die Abschaffung überflüssiger Berichts- und Dokumentationspflichten sowie die Ausweitung von Genehmigungsfiktionen könnten Planungs- und Investitionsprozesse spürbar beschleunigen. Entscheidend werde sein, so der Verband, dass diese Maßnahmen zügig und praxistauglich umgesetzt werden.


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Auch die Haltung zu Kapitalpuffern für Immobilienkredite bewertet der ZIA positiv. Zusätzliche Anforderungen würden die Finanzierungskosten im Immobiliensektor unnötig erhöhen – in der aktuellen Marktlage brauche die Branche mehr Spielraum für Investitionen, keine weiteren Belastungen.

Absage an Vergesellschaftung schafft Investitionssicherheit

Einen besonderen Stellenwert nimmt für den ZIA die Absage an Vergesellschaftungsvorhaben ein. Die Wohnungsfrage lasse sich nicht durch die Überführung bestehender Bestände in öffentliches Eigentum lösen, betont der Verband. Notwendig seien stattdessen zusätzliche Investitionen, beschleunigte Genehmigungen und der Bau neuer Wohnungen. Vergesellschaftungsdebatten schufen dagegen Unsicherheit, belasteten Finanzierungsentscheidungen und hätten Investitionen in den Wohnungsmarkt bereits gebremst.

„Wer neuen Wohnraum will, muss Investitionen ermöglichen und Eigentum schützen. Eine bundesgesetzliche Klarstellung gegen Vergesellschaftung wäre deshalb ein starkes Signal für Rechtssicherheit, Wachstum und Wohnungsbau in Deutschland“, so Schöberl.

Netzausbau und Infrastruktur: ZIA sieht Entwicklungsrisiken sinken

Positiv bewertet der ZIA auch die Beschlüsse zur Beschleunigung von Netzausbau und Genehmigungsverfahren. Aus Sicht der Immobilienwirtschaft verbessere dies die Anschlussfähigkeit von Projekten und reduziere Entwicklungsrisiken. Stärkere Planbarkeit, kürzere Bauzeiten und erleichterte Investitionen in Wohn- und Gewerbeimmobilien seien die erwarteten Folgen.


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