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21. November 2016, 08:45
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“Kundenorientierte Hybridmodelle sind die Zukunft”

Seit Ende Oktober ist das Insurtech Financefox Fördermitglied des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung. Financefox-CEO Julian Teicke und AfW-Vorstand Norman Wirth haben mit Cash.Online über ihre Zusammenarbeit und die Zukunft der Versicherungsvermittlung gesprochen.

Kundenorientierte Hybridmodelle sind die Zukunft

Norman Wirth (links), geschäftsführender Vorstand des AfW, mit Financefox-Gründer und -CEO Julian Teicke (rechts) auf der DKM 2016.

Cash.Online: Was hat Sie dazu bewogen, dem AfW als Fördermitglied beizutreten?

Teicke: Bei uns stehen unabhängige Finanzdienstler im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells, deshalb war die Fördermitgliedschaft im AfW für uns ein konsequenter und logischer Schritt. Wir setzen auf die persönliche, fachkompetente Kundenbetreuung unserer Makler. Im Gegenzug helfen wir unseren Makler-Partnern, ihre Kunden enger an sich zu binden und neue Kunden zu akquirieren.

Über unsere Serviceplattform machen wir die Makler in der digitalen Welt sichtbar und geben ihnen die technologischen Möglichkeiten von Weltkonzernen. Als Mitglied der Financefox-Community können Makler nur gewinnen. So können sie langfristig die Erwartungen ihrer Kunden erfüllen, die Versicherungen heutzutage über einen Single Point of Contact online verwalten wollen. Auch die Versicherer profitieren als Teil unserer Community.

Dank der Makler können die Policen bei uns zentral, digital verwaltet werden, sodass die Versicherer diese effizienter weiterverarbeiten können. Im Zusammenspiel mit den Maklern steigern wir die Prozess- und Kosteneffizienz der Versicherer. Die Zukunft des Versicherungsmarktes ist die Verbindung von digitalen Services und unabhängiger Kundenberatung, daher wollten wir uns als Fördermitglied beim AfW für die Zukunft unabhängiger Beratung engagieren.

Zwar stehen die jüngsten Zeichen auf Annäherung, dennoch werden Insurtechs immer noch von vielen etablierten Branchenmitgliedern kritisiert – teilweise auch vom AfW. Warum haben Sie Financefox in den Kreis der Fördermitglieder aufgenommen?

Wirth: Die Fördermitglieder des AfW identifizieren sich mit den Zielen und dem Zweck des Verbandes und unterstützen die Arbeit des AfW. Die Ziele des AfW liegen unter anderem in der Wahrung und Stärkung der unabhängigen Versicherungs- und Finanzanlagenberatung. Grundsätzlich begrüßen wir daher als AfW Aktivitäten und Engagements, die genau hierauf ausgerichtet sind. Und hier gibt es bei den Fin- beziehungsweise auch Insurtechs ganz erhebliche Unterschiede.

Während die einen dem klassischen Makler die Daseinsberechtigung absprechen, setzen andere – wie Financefox – auf den Maklermarkt und bieten Synergien. Diese Verbindung von digitalen Services und unabhängiger, anbieterneutraler Kundenbetreuung durch Makler deckt sich mit unserem Verständnis von einer zukunfts- und kundenorientierten Beratungsleistung. Der technische Fortschritt ist auch in unserer Branche nicht aufzuhalten.

Der Markt wird immer hybrider. Wir sehen die Zukunft in kundenorientierten Hybridmodellen mit einer persönlichen Kundenbetreuung durch unabhängige, qualifizierte Finanzdienstleister. Insurtechs, welche ihr Geschäftsmodell einzig auf der Provisionsabgabe an Kunden aufbauen und hierbei zudem den notwendigen Kundenservice nicht erbringen, haben keine Heimat im AfW. Denn dieses Geschäftsgebaren widerspricht unseren Qualitätsvorstellungen an eine kundenorientierte Beratung.

Seite zwei: “Wir sind mitten in einem Strukturwandel

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