23. Februar 2017, 07:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Zielgruppe honoriert Beraterexpertise”

Davor Horvat ist Gründer und Vorstand des Karlsruher Finanzdienstleisters Honorarfinanz AG. Mit Cash. hat er über seine Entscheidung gegen die Provisionsvergütung und die Vorteile der Spezialisierung auf eine Zielgruppe gesprochen.

Zielgruppe

“Der Berater ist der Problem- und Aufgabenlöser seiner Zielgruppe, kennt deren Herausforderungen, Bedürfnisse und Ängste, kann hier gezielt helfen und unterstützen.”

Cash.: Sie haben sich 2009 als Honorarberater positioniert, nachdem Sie bereits acht Jahre als freier Finanzberater tätig waren. Warum sind Sie umgestiegen?

Horvat: Mit dem Inkrafttreten des Produktinformationsblatts im Jahr 2008 wurde ich mir der Gründe bewusst, warum die meisten Finanzprodukte für die Altersvorsorge selten für meine Kunden funktionierten. Nicht nur die hohen Abschlusskosten waren das Problem. Vor allem die laufenden Vertrags- und Investmentkosten führten dazu, dass meine Kunden von den Ergebnissen enttäuscht waren. Somit war für mich klar, dass ich auf dieser Basis nicht mehr weiter arbeiten möchte. Unsere Aufgabe ist es, Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen und nicht, ihre Ersparnisse durch hohe Kosten zu dezimieren. Ein weiterer Grund war, dass wir uns Berater nennen, aber die Vergütung ausschließlich über die Vermittlung von Produkten abgegolten wird. Beratung bedeutet, jemandem eine praktische Anleitung an die Hand zu geben, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen. Das kann man aber unmöglich umsonst oder nur unter der Voraussetzung der Produktvermittlung leisten.

Warum richten Sie sich mit Ihrem Beratungsangebot vor allem an Mediziner und Unternehmer?

Diese Zielgruppen sind sehr stark in ihre berufliche Tätigkeit eingebunden. Die Führung des Unternehmens oder der Praxis erfordert viel Aufwand und Engagement. Der Bereich der Finanzen läuft oft parallel – wirklich Zeit dafür gibt es nicht. Hier setzen wir mit unserem Angebot an und bieten für Unternehmer und Freiberufler spezielle Lösungen, die zu 100 Prozent unabhängig und in ihrem Interesse sind.

Warum ist es vorteilhaft, sich als Berater auf eine Kundengruppe zu spezialisieren?

Diese Strategie ist langfristig die erfolgversprechendste. Hat der Berater es geschafft, sich in einer Zielgruppe als Experte zu positionieren, wird das honoriert werden. Er ist der Problem- und Aufgabenlöser dieser Zielgruppe, kennt deren Herausforderungen, Bedürfnisse und Ängste, kann hier gezielt helfen und unterstützen.

Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Cash.-Ausgabe 3/2017.

Interview: Julia Böhne

Foto: Marija Heinecke

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Verbraucher wissen kaum, was Beratung kostet

Nur wenige Verbraucher kennen die tatsächlichen Kosten bei Abschluss einer privaten Rentenversicherung. Gleichzeitig sind Nettoversicherungen als Alternative zu Provisionstarifen immer noch nicht in der Breite bekannt. Viele Kunden wissen nicht, ob sie diese Produkte bei ihrem Finanzberater oder ihrer Versicherungsgesellschaft abschließen können.

mehr ...

Immobilien

Senioren-Immobilien: Betreiber erobern den Markt zurück

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat sich am Markt für Senioren-Immobilien der Trend des letzten Jahres weiter verfestigt: Die Übernahmen von Betreibergesellschaften durch Private Equity-Gesellschaften sind deutlich zurückgegangen, die Zahl der Betreiber-Transaktionen ist stark gestiegen.

mehr ...

Investmentfonds

„Das Unternehmen ist das entscheidende Investment“

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint beinahe täglich größere Kreise zu ziehen und Anleger immer stärker zu verunsichern. Cash. sprach mit Thomas Lehr, Kapitalmarktstratege beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch, wie sich Anleger jetzt verhalten sollen und welcher Ausgang des Konflikts realistisch ist.

mehr ...

Berater

“Es stehen noch viele Innovationen aus”

Der Sektor Medizintechnik verzeichnet seit Jahren hohe Wachtumsraten. Cash. befragte Marc-André Marcotte, Partner des Private Equity Teams von Sectoral Asset Management, zu den Perspektiven und was bei Investments in diesen Bereich besonders wichtig ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Investment erwirbt Wohnanlage in Berlin-Neukölln

Die Deutsche Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft hat in Berlin-Neukölln eine Wohnanlage mit 286 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten auf rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen eines Individualmandats für einen institutionellen Investor, welchen die Deutsche Investment im Verbund mit der EB GROUP betreut. Verkäufer ist eine private Eigentümergemeinschaft. Der Nutzen-/Lastenwechsel erfolgt voraussichtlich zum 1. Oktober 2019. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

mehr ...

Recht

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Probearbeit

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch an Probearbeitstagen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel von Dienstag hervor.

mehr ...