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14. Juli 2017, 13:31
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Gewerbeimmobilien: Anteil der Privatinvestoren wächst

Private Investoren sind an einem Viertel aller weltweiten Immobilientransaktionen für Gewerbe beteiligt, noch nie haben vermögende Privatpersonen so einen großen Anteil ihres Portfolios in Immobilien investiert. 

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Das Interesse privater Investoren an Gewerbeimmobilien wie Lagerhallen wächst.

Private Investoren werden zu einem immer wichtigeren Bestandteil im weltweiten Immobilienmarkt. Laut des “Active Capital Report” des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Knight Frank waren 2016 bei 27 Prozent aller globalen Gewerbeimmobilientransaktionen private Investoren beteiligt.

Generell sei ein Viertel des gesamten Privatvermögens in Immobilien investiert (nicht eingerechnet sind Erst- und Zweitwohnsitze). Damit handele es sich um die höchsten Quoten seit Beginn der Aufzeichnungen.

Konkurrenz und Kooperation

Während die Bedeutung von Privatinvestoren wächst würden institutionelle Investoren immer mehr verstehen, dass Privatinvestoren nicht nur eine der wichtigsten Käufergruppe sind, sondern dass sich deren Beweggründe für Investitionen maßgeblich von ihren eigenen unterscheiden.

Denn einerseits konkurrieren sie miteinander in Ankaufsverhandlungen, andererseits wollen institutionelle Investoren Immobilien als Teil einer Exit-Strategie genau an diese Zielgruppe veräußern.

Anthony Duggan, Head of Capital Markets Research, Knight Frank, sagt: “Wir gehen davon aus, dass Privatinvestoren weltweit weiterhin Marktanteile gewinnen werden, da sowohl die Zahl der vermögenden Einzelpersonen als auch ihr Vermögen im Speziellen zunimmt. Die Anzahl der sogenannten Ultra-High-Net-Worth Individuals (UHNWIs) – also jene, die über 30 Millionen Dollar an Nettovermögen verfügen – hat allein 2016 um 6.340 auf insgesamt 193.490 Personen zugenommen.”

Duggan ergänzt: “Der Active Capital Report zeigt, dass in den nächsten zwei Jahren 32 Prozent der UHNWIs in Cross-Border-Immobiliendeals, das heißt in grenzüberschreitenden Transaktionen, involviert sein werden.”

Immobilien ermöglichen Kontrolle und Diversifikation

Auch wenn die Motive für Investitionen in Immobilien je nach Vorliebe des einzelnen Privatinvestors stark variieren, könne man einige Investmenttrends beobachten: Risikominimierung, Kontrolle, Währungsdiversifikation und Globalisierung des Portfolios.

Immobilien ermöglichen Privatpersonen Investmententscheidungen hinsichtlich des Ortes, der Assetklasse und der Mieter zu treffen, sorgen für regelmäßige Einnahmen und sind gleichzeitig ein Sachwert.

Mit ihrer unmittelbaren Eigentümerstruktur, ihren variablen Größen sowie der eigenen Wahl des Asset-Management-Ansatzes seien Immobilien für alle attraktiv, die weder Drittparteien die Entscheidungen überlassen wollen, noch reduziert sein wollen auf Modelle von geschlossenen Fonds, die zu festgelegten Zeiten Transaktionen vornehmen und vorher noch ein Einvernehmen unter den Investoren erzielen müssen.

Während Erträge aus dem Devisenhandel normalerweise kein Treiber für Immobilieninvestments seien, könnten Wechselkursschwankungen und Kapitalkontrollen Investoren dazu veranlassen, Kapital aus den betroffenen Standorten abzuführen.

Steigende Nachfrage in Super Cities

Viele UHNWIs haben, entweder einen Teilen ihres Portfolios direkt oder indirekt in Immobilien investiert und haben ihren Heimatmarkt ausgeschöpft und schauen nun nach neuen Märkten, um ihr Portfolio zu diversifizieren.

Andrew Sim, Head of Global Capital Markets, Knight Frank: “Die gefragtesten Märkte werden vorrangig jene sein, die über solide Fundamentaldaten verfügen, zu denen Mieternachfrage, Liquidität und Transparenz zählen, die Städte aus der Top-Liste der Knight Frank Super Cities.” Zu den Super Cities von Knight Frank zählen Los Angeles, New York, London, Paris, Berlin, Shanghai, Hong Kong, Tokyo, Singapur und Sydney.

“Wir verzeichnen nicht nur ein zunehmendes Interesse an Büro-, Einzelhandels- und Hotelimmobilien in guten Lagen in diesen Städten. Strategische Investments gelten vermehrt auch den wachsenden Assetklassen wie Citylogistik, sowie Freizeit- und Spezialimmobilien, zu denen auch Studentenwohnungen und Mehrfamilienhäuser zählen. Immobilien werden bei Privatinvestoren weiterhin einen hohen Stellenwert als Assetklasse genießen”, so Andrew Sim weiter. (kl)

Foto: Shutterstock

 

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